Kommentar zum neuen Spielplan des Mosel Musikfestivals 2020

Meinung : Ein Spielplan voller neuer Ideen

Wow! Dieses Programm sprüht vor Innovation und dem Wunsch, sich auf allen Ebenen weiterzuentwickeln. Nicht nur stehen wieder Dutzende Konzerte von der klassischen Sinfonie bis Saxophon-Jazz, von Gregorianik bis Brass, von Gospel bis Rap an vielen reizvollen Orten in der Region an.

Das Festival nimmt dabei ohne Scheuklappen neue Formate auf. Und es bindet wieder Weinproben und neue kulinarische Erlebnisse ein, die so gut in die Landschaft passen. Es geht mitten in Europa endlich über die Grenze und kooperiert mit dem Trifolion in Echternach, das über einen ausgezeichneten Saal für klassische Konzerte verfügt. Und es weitet auch ganz zeitgemäß den Shuttleservice aus. Egal in welche Richtung man Ideen für ein modernes hochkarätiges Festival spinnt – das Mosel Musikfestival ist schon dran. Tanzen? Ja! Wer will, kann finnischen Tango tanzen oder sich swingend vom Lebensgefühl der Goldenen 20er mitreißen lassen. Aber es stellt auch ernsthafte Fragen, nicht nur zu Beethoven. Die kulturelle Nutzung von Kirchen ist ein überfälliges Thema. Dies anzupacken, verdient Respekt.
a.heucher@volksfreund.de