Konzert-Kritik: Das rockt und kratzt wie auf Schellack

Esch/Luxemburg · Sie könnten aus einem alten Hollywoodstreifen der 40er Jahre mitten ins 21. Jahrhundert katapultiert worden sein. Nicht nur ihre Musik gibt den Sound dieser Zeit wieder, auch sie selbst sehen mit ihren Haartollen, schwarzem Etuikleid und beigefarbenem Overall aus wie aus vergangenen Zeiten. Die drei Londoner Geschwister Kitty, Daisy&Lewis, so auch ihr Bandname, füllen in anderen Ländern riesige Konzertsäle.

Konzert-Kritik: Das rockt und kratzt wie auf Schellack
Foto: mandy Radics

Am Montag in Luxemburg brachten sie es im Club der Rockhal gerademal auf rund 350 Zuschauer - Wohnzimmeratmospäre eben. Im Gepäck hatten sie ihre neue Platte. Der Name der Scheibe, deren Songs allesamt aus der eigenen Feder der drei blutjungen Londoner, die 18, 23 und 20 Jahre alt sind, stammen: "Smoking in Heaven".Und wie im Rock'n'Roll-Himmel fühlt man sich denn auch, denn der Sound klingt echt, kratzig und ist eine Mischung aus Twist, Swing, Country, Jazz und Rockabilly. Bei Instrumenten wie Banjo, Mundharmonika oder Kontrabass muss man einfach die Hüften schwingen. Alle Geschwister spielen Schlagzeug, Keyboard und E-Gitarre, tauschen diese während des Auftritts ständig. Unterstützt werden sie von Kontrabass und Akustik-Gitarre. Mit dabei der Song "Going up the Country" - Rock'n-Roll pur. Fazit: Empfehlenswerter Sound. Nur an der Bühnenperformance können die Musiker noch arbeiten. Beim nächsten Mal könnten die Drei mehr von sich selbst preisgeben.

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