Krimipreis für Eifelserie

Krimipreis für Eifelserie

Der Hauptpreis des Krimifestivals Tatort Eifel wird in diesem Jahr zweimal verliehen: An die in der Eifel angesiedelte WDR-Serie "Mord mit Aussicht" und den BR-Tatort aus München. Die Entscheidung gaben der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck und die Juroren Dietmar Bär und Hajo Gies am Donnerstag in Mainz bekannt.

Mainz/Daun. Beim Gala-Abend des Krimifestivals "Tatort Eifel" im September wird es eng auf der Bühne im Forum Daun: Gleich zweimal vergibt die Jury in diesem Jahr den "Roland". Der Preis geht an die in der Eifel spielende Serie "Mord mit Aussicht" und den Münchner "Tatort".
Die Entscheidung gab der rheinland-pfälzische Ministerpräsident und Schirmherr des Krimifestivals, Kurt Beck, gemeinsam mit den Jurymitgliedern Dietmar Bär (WDR-Tatort-Kommissar Freddy Schenk) und dem Regisseur Hajo Gies am Donnerstag in der Staatskanzlei Mainz bekannt. "Wir haben es uns diesmal besonders schwer gemacht", sagte Bär zur Entscheidung der Jury, in diesem Jahr zwei Preisträger auszuwählen.
Zusammen mit den Produktionsteams zur Verleihung eingeladen sind die Hauptdarsteller Miroslav Nemec, Udo Wachtveitl (Tatort), Caroline Peters, Bjarne Mädel und Meike Droste (Mord mit Aussicht). Die Auszeichnung, benannt nach ihrem ersten Träger, dem Regisseur Jürgen Roland, wird alle zwei Jahre an Autoren, Schauspieler und andere Fernsehschaffende verliehen, die die deutsche Krimilandschaft in besonderer Weise geprägt haben.
"Es ging der Jury darum, ein Format auszuzeichnen, das langfristig für hohe Qualität steht - und eins, das frischen Wind in die Fernsehlandschaft gebracht hat", sagt Festivalleiter Heinz-Peter Hoffmann. Der Münchner BR-Tatort verdiente sich die Auszeichnung laut Jury mit gleichbleibender Qualität und Unterhaltsamkeit. Noch stärker auf Humor setzen die Macher des zweiten Roland-Preisträgers: "Mord mit Aussicht", der Serie um die aufs Land versetzte Ermittlerin Sophie Haas (Caroline Peters) und ihre kriminalistischen Helferlein vom Dorf, gespielt von Bjarne Mädel und Meike Droste.
Die Jury bescheinigte "Mord mit Aussicht" aufgrund des Drehorts Eifel, "der humorvollen und ironischen Tonalität und der in höchstem Maße unterhaltsamen Darstellung des Ensembles ein besonderes Alleinstellungsmerkmal innerhalb des aktuellen Krimiangebots".
Bär wünscht sich Gastrolle


Die Serie - Staffel drei wird derzeit gedreht - hat sich nach durchwachsenem Start zum Erfolg gemausert und maßgeblich zur Entstehung des neuen ARD-Vorabendprogramms mit komödian tisch angelegten, regionalen Krimiserien beigetragen. Das Thema Regionalität sei deshalb auch ein Schwerpunkt im Fachprogramm des Festivals, sagte der Landrat der Vulkaneifel, Heinz Onnertz. "Die Serie finde ich so klasse, dass ich mich da demnächst für eine Gastrolle bewerben muss", erklärte Jurymitglied Dietmar Bär bei der Bekanntgabe der Sieger.
Bisherige Roland-Preisträger waren der Namensgeber Jürgen Roland, der Schauspieler Götz George, der Drehbuchautor Rolf Basedow und zuletzt im Jahr 2009 Schauspielerin Senta Berger.
Die Roland-Verleihung beim Gala-Abend am Samstag, 24. September, ist der Höhepunkt des Krimifestivals. Vom 16. bis 25. September werden dort ein großes Unterhaltungsprogramm für Krimifans sowie zahlreiche Werkstattgespräche und andere Termine für die Film- und Fernsehbranche angeboten. Unter den weiteren prominenten Gästen in diesem Jahr: Uwe Ochsenknecht, Diana Amft, Ulrike Bliefert, Cordula Stratmann, Klaus Doldinger, die Autoren Jacques Berndorf, Martina Kempff und viele andere.