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Kultur pur ohne Kosten

Kultur pur ohne Kosten

Von Jahr zu Jahr wächst das Interesse an den "Tagen der offenen Tür" der Luxemburger Museen. Von Freitag bis Sonntag stehen am kommenden Wochenende Ausstellungen, Sammlungen und Galerien allen Interessenten offen. Auf der Museumsmeile in der Stadt Luxemburg ist ein kostenloser Shuttle-Dienst eingerichtet.

Luxemburg. So richtig in Kultur schwelgen, sich von Standort zu Standort kutschieren lassen, Blicke hinter die Kulissen werfen, Programme für die ganze Familie genießen: Die "Tage der offenen Museums-Tür" in Luxemburg machen's möglich. Am Freitagvormittag gehen die Pforten aller Museen im Ländchen auf, bis Sonntagnachmittag werden zahlreiche Führungen und Aktionen angeboten - ohne Eintritt.

Vom "Kulturhuef" in Grevenmacher über das "Family of Man"-Museum in Clervaux bis zum Abtei-Museum in Echternach reicht das Spektrum. Den Schwerpunkt setzt aber traditionell die "Museumsmeile" in der Stadt Luxemburg, die durch kostenlose Shuttle-Busse zwischen dem Kirchberg und der Innenstadt vernetzt wird.

Im Museum für moderne Kunst (Mudam) auf dem Kirchberg ist nicht nur die aktuelle, spektakuläre Werkschau "Die beste der Welten" mit Arbeiten aus der Mudam-Kollektion zu sehen. Künstler geben auch einen Einblick in ihre Arbeit, und als "running gag" stellt die Künstlergruppe "Elshopo" handsignierte Crèpes her. Am Samstag um 15 Uhr wird eine Spezial-Führung für Kinder in deutscher Sprache angeboten.

Wer Lust hat, kann auch direkt um die Ecke das ansonsten geschlossene Festungs-Museum "Dräi Eechelen" unter die Lupe nehmen

Im stadthistorischen Museum in der Altstadt laden die aktuellen Ausstellungen über Kapitalverbrechen und über die "Wilden sechziger Jahre" zur Besichtigung ein. Im Rahmenprogramm läuft der legendäre Film "M - eine Stadt sucht einen Mörder", Kriminologen und Gerichtsmediziner geben einen Einblick in ihre Arbeit. Für beide Ausstellungen werden Führungen angeboten.

Das benachbarte "Musée national d'histoire et d'art"am alten Fischmarkt bittet zur großen James-Ensor-Schau - für eine vergleichbare Sammlung von Werken des vor 150 Jahren geborenen Malers muss man sonst bis nach Paris reisen. Kinder können sich malerische Masken schminken lassen.

Ein Paradies für Kinder dürfte auch das Naturwissenschaftliche Museum im Stadtteil Grund werden. Dort dreht sich alles um die Evolution, die gleichermaßen erwachsenen- wie kindgerecht erklärt wird - unter anderem am Samstag und Sonntag mit dem luxemburgischen Theaterstück "Wie die Giraffe zu ihrem Hals kam".

Eine Kunst-Performance zum Thema "Küche", ein Atelier für Kinder und Diskussionsrunden rund um Kunst-Themen bietet das Casino in der Rue Notre Dame. Vor allem aber gibt es in diesem Forum zeitgenössischer Kunst ständige Führungen durch die ambitionierte Gruppen-Ausstellung "everyday(s)", in deren Rahmen sich junge Künstler mit der Alltags-Kommunikation auseinandersetzen.

Tage der offenen Tür vom 26. bis 28. März. Weitere Angebote in Lux-Stadt, unter anderem im Banken-Museum, Autobus-Museum und der Deportations-Gedenkstätte sind ebenso im Internet aufgelistet wie weitere 16 Museen im ganzen Land. Informationen unter www.invitation-aux-musees.lu. Details zur Luxemburger Museumsmeile inklusive Lageplan: www.statermuseeen.lu