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Kulturlandschaft der Region: Zwischen Bundesliga und Kreisklasse

Kulturlandschaft der Region: Zwischen Bundesliga und Kreisklasse

Sparmaßnahmen in der Stadt Trier, Erfolgsmodelle an der Mosel und in der Eifel, Konzentration und weiterer Ausbau in Luxemburg, dazu ein großes Angebot zum Heiligen Rock: Die Kulturszene der Region steht 2012 vor interessanten Entwicklungen. Neue Impulse kommen aus dem benachbarten Saarland.

Die Gewichte in der regionalen Kulturlandschaft verschieben sich derzeit mächtig. Die Stadt Trier hat das Aushängeschild Antikenfestspiele gekippt, das städtische Theater kämpft mit massiven Sparmaßnahmen und langfristigem Publikumsschwund. Einziger Kulturanbieter mit Wachstumstrend in der Stadt ist das Mosel Musikfestival - Stammsitz: Bernkastel-Kues. Intendant Hermann Lewen wird im Sommer 75 Prozent seiner erwarteten 13 000 Besucher bei Konzerten in Trier rekrutieren.

Wie man mit relativ wenig Geld erfolgreich Kultur macht, könnten die Trierer auch beim Eifel-Literaturfestival lernen, wo Organisator Josef Zierden von April bis Oktober wieder die 15 000-Zuschauer-Marke knacken will.
Beide Erfolgsfestivals sind allerdings stark an ihre Macher gebunden. Vor allem beim Mosel Musikfestival bastelt man hinter den Kulissen an langfristig haltbaren Trägermodellen.

In Luxemburg schöpft man nach kurzfristigen, aber verkraftbaren Krisen-Sparmaßnahmen wieder finanziell aus dem Vollen. Was die Politik freilich nicht davon abgehalten hat, neue, effektivere Strukturen durchzusetzen - auch gegen Widerstände. Das Grand Théâtre und das Kapuzinertheater sind unter einem Dach zusammengefasst worden, das Philharmonische Orchester (OPL) und die Philharmonie auf dem Kirchberg werden fusioniert. Der Mut zu unbequemen Lösungen soll sich ab diesem Jahr in Form eines passgenaueren Angebots auszahlen.

Aus Merzig meldet sich derweil Zeltpalast-Chef Joachim Arnold mit dem Vorschlag zu Wort, das Kulturangebot grenzüberschreitend zu bündeln und gemeinsam zu vermarkten - angedockt an die Weinregion Mosel. Wenn alle ihr Potenzial einbringen, könne man, so Arnold, "in der Bundesliga spielen".

Link: Mehr Informationen zum Thema in unserem Hintergrundbeitrag