Die Kulturmacher Michael Fuchs Vom Lageristen zum lyrischen Ich

Trier · Michael Fuchs hat schon viele Berufe ausgeübt, aber seine Berufung ist nur eine: die Lyrik. In seinen Lesungen zwischen Südhessen und Berlin inszeniert er seine Gedichte, die überwiegend in Trier entstanden sind. Die Schlüsselrolle zu allem spielt Jim Morrison.

 In Trier, wo er 45 Jahre verbrachte, will Michael Fuchs aus seinen Gedichten lesen.

In Trier, wo er 45 Jahre verbrachte, will Michael Fuchs aus seinen Gedichten lesen.

Foto: Anne Heucher

Er hat Koch gelernt, in einer Werbeagentur gearbeitet, in der Gastronomie und in einer Druckerei, er fuhr als Lagerist Gabelstapler und trug fast 20 Jahre den TV nachts in die Briefkästen von Trier-Zewen. Auch „unter der Fuchtel“ des legendären Theater-Inspizienten Heribert Schmitt – den meisten eher bekannt unter dem Künstlernamen Harry Hut – , war Michael Fuchs aktiv – „allerdings nur als Statist“, wie er sagt. Schon damals, in den 90ern, hätte Heribert ihm geraten, seine Gedichte an einen Verlag zu schicken, erinnert sich der 58-Jährige heute. Sie hätten die Werke manchmal mit verteilten Rollen laut gelesen, nur so zum Spaß. Doch bis Fuchs tatsächlich sein erstes Buch in Angriff nahm, vergingen noch Jahre.