Kulturwochen gegen Antisemitismus Die Mythen vom bösen Juden gibt es noch immer – wie zwei Trierer Historiker dagegen angehen wollen

Trier · Antisemitismus ist nicht nur ein Phänomen der Querdenker-Szene, sondern durchzieht alle Bereiche der Gesellschaft, auch die Kunst. Zwei junge Wissenschaftler der Trierer Universität begehren dagegen auf und haben Kulturwochen gegen Antisemitismus auf die Beine gestellt – und sie sparen nicht mit Kritik an Deutschlands viel gelobter Erinnerungskultur.

Haben die Kulturwochen gegen Antisemitismus auf die Beine gestellt: Luisa Gärtner und Lennard Schmidt. Foto: Sarah Kiefer

Haben die Kulturwochen gegen Antisemitismus auf die Beine gestellt: Luisa Gärtner und Lennard Schmidt. Foto: Sarah Kiefer

Foto: Luisa Gärtner und Lennard Schmidt/privat

9. November. Gedenktag zur Reichspogromnacht von 1938. Überall im Land sind ernste und mahnende Reden zu hören. Auch am 27. Januar, dem Jahrestag zur Befreiung des KZ Auschwitz. Jüdische Zeitzeugen oder deren Nachkommen sprechen bei öffentlichen Auftritten über den Holocaust und seine Folgen.