Kunst und Keramik

TRIER. (red) Einzigartige Kunstwerke aus Keramik erwarten den Besucher der Ausstellung "Wege" der Künstlerin Ingrid Schmitt-Fassbinder. Die Schau ist zu sehen in der Europäischen Kunstakademie in Trier.

Bereits zu Beginn ihrer Ausbildung verstand Ingrid Schmitt-Fassbinder die Keramik weniger als Gebrauchsgegenstand, sondern eher als Herausforderung für plastische Gestaltungsmöglichkeiten. Dabei geht es ihr nicht nur um die traditionelle Verwendung, bei der das Ton-Modell zur Form für einen späteren Bronzeguss dient. Ihren Schwerpunkt legt sie auf das Erfinden und Formen von freiplastischen Figuren, Objekten und Wandarbeiten. Für diese außergewöhnliche keramische Gestaltung erhielt sie zahlreiche Preise, Stipendien und internationale Auszeichnungen. Die Ausstellung zeigt vor allem Wandobjekte und Stelen aus dem jüngsten Schaffen der rheinland-pfälzischen Künstlerin. Schmitt-Fassbinder setzt Akzente durch dynamische Rhythmen und Zeichen. Besonders beeindruckt das Wechselspiel von ganz ursprünglicher, aus dem Brand entstandener Fläche und Farbe, die die Künstlerin mit glänzendem Gold, Silber und feiner Zeichnung konterkariert. Der Titel der Ausstellung "Wege" steht für den persönlichen Weg der Künstlerin, den sie mit beschrifteten, gebrannten Tonkieseln auch als Weg zur Kunst beschreibt. Für die Besucher, die ein wenig auf angewandte Keramik hoffen, hat Schmitt-Fassbinder dreidimensionale geometrische Formen hergestellt, die durch Blumengestecke zu Gefäßen werden. Die Vernissage findet am Donnerstag, 23. Februar, um 19.30 Uhr in der Kunsthalle der Europäischen Kunstakademie statt. Die Schau ist bis 26. März zu sehen und dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

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