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Kurzkritik: Freitagskonzert in Trier

Kurzkritik: Freitagskonzert in Trier

Die Förderung junger Künstler ist den "Freunden künstlerischer Museumsveranstaltungen Trier" ein besonderes Anliegen. Deshalb bietet Wolfgang Manz, der künstlerische Leiter der Freitagskonzerte im Museum am Dom, auch immer wieder Studenten ein Podium.

Beim jüngsten Konzert waren zwei Belgier, die Sopranistin Gianna Cañete-Gallo und der Pianist Mérylien Bajot, zu Gast. Wer Musiker einlädt, die noch auf dem Weg zu einer Karriere sind, muss mit dem Risiko leben, dass noch nicht alles perfekt ist. Zweifellos: Die 21-jährige Cañete-Gallo hat eine schöne Stimme, die aber, das mussten gut 80 Zuhörer erleben, noch nicht ausgereift ist. Dies wurde unter anderem in den "Les Ariettes Oubliées" von Claude Debussy und in der Auswahl aus Francis Poulencs "La Courte Paille" deutlich. Der Sängerin fehlte noch das Runde, das Volumen. Es mangelte ihr noch an Gestaltungsmöglichkeiten. Trotzdem war es schön, ihr zuzuhören. Auch beim 20-jährigen Bajot zeigte sich ein großes Potenzial, sowohl als Solist in Heitor Villa-Lobos\' "Hommage à Chopin" als auch als Begleiter in Alexander Skrjabins "Sonate - Fantasie", Opus 28. Herzlichen Applaus gab es am Ende für zwei Künstler, die sicherlich ihren Weg machen werden. Gerhard W. Kluth