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Lady Gaga, Heino, Jupiter Jones: Was haben diese drei gemeinsam?

Trier/Koblenz. Der größte Musiker-Nachwuchswettbewerb in Rheinland-Pfalz, der Rockbuster, geht in sein 19. Jahr. Newcomer können sich noch bis zum 31. März bewerben. Sie haben die Chance, Großes zu erreichen - wie aktuelle Erfolgsbeispiele aus aller Welt beweisen. Sven Eisenkrämer

Trier/Koblenz. Was verbindet die Musiker von Jupiter Jones mit dem Nummer-eins-Album von Heino und dem nächsten Album von Lady Gaga? Inhaltlich wohl eher wenig. Aber an allen Projekten sind maßgeblich Musiker und Produzenten beteiligt, die über Jahre hinweg durch den Rockbuster, den Nachwuchs-Band-Wettbewerb des Landes Rheinland-Pfalz, gefördert wurden.
Jupiter Jones aus der Nähe von Prüm in der Eifel ist längst deutschlandweit in aller Munde. Mittlerweile bei Sony Music unter Vertrag und 2012 mit dem Echo für ihre Single "Still" ausgezeichnet, begann für die Eifeler der Aufschwung 2003. Sie hatten sich beim Rockbuster beworben, kamen ins Finale und landeten auf dem zweiten Platz. Zwischen 2003 und 2012 wurden sie durchgehend vom Rockbuster-Team gefördert und unterstützt. Heute spielen sie auf den größten Festivalbühnen der Republik, ihre Tour-Konzerte sind fast immer ausverkauft.
Schlagerstar Heino hat zwar selbst nicht am Rockbuster teilgenommen, aber sein aktuelles Album ist vom Team des Hafen-Studio Andernach produziert worden. Mit dabei: Fabian Zimmermann, der als Gitarrist und Bandleader der Gruppe Blind 2002 ebenfalls den zweiten Platz beim Rockbuster-Finale belegte.
Und dann Lady Gaga: Auch sie hat natürlich nie beim Rockbuster mitgemacht. Ihr kommendes Album aber wird von einem der weltweit angesagtesten DJs produziert: Zedd. Zedd heißt eigentlich Anton Zaslavski, kommt aus der Pfalz und gewann 2004 als 15-jähriger Schlagzeuger mit seiner damaligen Metal-Core-Band Dioramic (der TV berichtete) den Rockbuster-Wettbewerb. Heute arbeitet er nicht nur mit Weltstars wie Lady Gaga, sondern ist - vor allem in den USA - selbst einer.
"Unser Hauptziel ist es, junge Künstler nachhaltig zu fördern. Bands aus unserem Förderprogramm werden immer langfristig unterstützt. Egal ob bei der Vermittlung von Knowhow, von Auftritten oder der Produktion von Tonträgern. Unser Ziel ist es, aufstrebenden Musikern in allen Belangen zu helfen", sagt Markus Graf, Geschäftsführer der in Ko blenz ansässigen Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Rock & Pop. Die LAG ist im Auftrag der Landesregierung Träger und Ausrichter des Rockbusters. Das Projekt wird maßgeblich vom rheinland-pfälzischen Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur gefördert.
"Wir haben in den Jahren ein Netzwerk aufgebaut, auf das man stolz sein kann. In den letzten Jahren konnten unsere Gewinner unter anderem bei Rock am Ring und beim Sziget-Festival in Ungarn auftreten. Wir haben CDs in Kooperation mit namhaften Produzenten erstellt, Bands in Kooperation mit der Popakademie Mannheim gecoacht und viele Künstler miteinander in Kontakt gebracht", so Graf weiter.
Am Rockbuster können auch dieses Jahr wieder junge Bands aus Rheinland-Pfalz teilnehmen (siehe Extra). Egal ob Rock, Pop, Hiphop, Alternative, Metal oder Indie - das Genre ist egal.
Nur in gewisser Weise massentauglich sollte der Sound schon sein.
Extra

Bands, die sich bewerben möchten, müssen aus Rheinland-Pfalz kommen. Kein Musiker der Gruppe darf zum Zeitpunkt des Finales im Herbst älter als 30 Jahre sein. Die Band darf keinen Plattenvertrag haben und muss bei den Wettbewerben ausschließlich eigene Songs spielen (keine Cover). Bewerbungsunterlagen (Demo-CD/mp3, Bandfoto, Info-Text und Anmeldeformular) müssen bis zum 31. März bei der LAG in Koblenz eingegangen sein. Genauere Infos und Anschrift: rockbuster.de Nach Sichtung der Bewerbungen werden zu fünf lokalen Vorrunden (unter anderem am 18. Mai in Trier, Tufa) die aussichtsreichsten Bands eingeladen. Dann zählt der Live-Auftritt. Über das Weiterkommen in eine Zwischenrunde oder direkt ins Finale entscheidet eine Fachjury, besetzt unter anderem mit Musikern, Produzenten, Journalisten und Radiomoderatoren. Im Finale im Oktober werden drei Gewinner gekürt. Sie erhalten Preise wie Coachings, Vermittlungen von Auftritten und CD-Produktionen. Eine der drei Bands darf bei Rock am Ring auftreten, eine beim Sziget-Festival in Ungarn. sve