Lost in Translation

(U. B.) Der amerikanische Schauspieler Bob Harris reist nach Tokio, wo er Fotoaufnahmen für einen Whisky-Werbespot machen soll. Frustriert in einem Land, dessen Sprache er nicht versteht, und gefangen in beruflicher und privater Sinnkrise, macht Bob die Bekanntschaft der jungen Amerikanerin Charlotte, die seine Tochter sein könnte. Die beiden kommen sich langsam näher.

(U. B.) Der amerikanische Schauspieler Bob Harris reist nach Tokio, wo er Fotoaufnahmen für einen Whisky-Werbespot machen soll. Frustriert in einem Land, dessen Sprache er nicht versteht, und gefangen in beruflicher und privater Sinnkrise, macht Bob die Bekanntschaft der jungen Amerikanerin Charlotte, die seine Tochter sein könnte. Die beiden kommen sich langsam näher.Sofia Coppola, Tochter des berühmten Regisseurs Francis Ford Coppola, legt nach ihrem furiosen Debüt "The Virgin Suicides" eine weitere melancholische Charakterkomödie vor. Bill Murray und Nachwuchstalent Scarlett Johansson zeigen superbe Schauspielkunst als Zufallspärchen im neon-getränkten Großstadt-Dschungel von Tokio. Die zarte Romanze zwischen den beiden entwickelt sich ganz ohne skandal-lüsterne Effekte und entfaltet ein umso aufregenderes romantisches Klima, weil Blicke und kleine Gesten tiefer greifen als Worte und geschmäcklerisch verbrämte Beischlaferotik.Bill Murrays präzises Gespür für Understatement und originelle Szenen voll ausgelassenen Sitcom-Humors setzen charmant heitere Gegenakzente im eher melancholischen Grundton des Films. Dass Coppolas Inszenierung mit ihremunkonventionellen Timing der Szenen dabei anregende Irritationen einbringt, erhöht noch den ästhetischen Reiz dieses sanft dahin schwebenden Films. "Lost in Translation" konnte bereits auf den Festivals in Toronto und Venedig wichtige Preise einheimsen, war der Favorit der Kritiker in New York und San Francisco und wurde für fünf Golden Globes nominiert, unter anderem als be-ster Film des Jahres.