Magische Mischung

Mit neuer und effektvollerer Inszenierung denn je hat die Tanzshow "Lord of the Dance" zum sechsten Mal in Trier Station gemacht. 2300 Besucher in der Arena Trier riss sie mit Stepptanz in Perfektion und opulenten Bildern zu Begeisterung hin. Der Trierische Volksfreund präsentierte das Ereignis.

 Steppen auf höchstem Niveau: Lord of the Dance in der Arena in Trier. TV-Foto: Hans Krämer
Steppen auf höchstem Niveau: Lord of the Dance in der Arena in Trier. TV-Foto: Hans Krämer

Trier. Geheimnisvolle Mönchsgestalten mit Fackeln in einem schwarzen, nur von keltisch anmutenden Ornamenten geschmückten Bühnenraum - das Auftaktbild von "Lord oft the Dance" ist mystisch. So wird nicht nur der Bezug zur alten irischen Legende um den Kampf guter Kräfte gegen den Lord der Finsternis hergestellt, auf der die 1997 in Dublin zum ersten Mal und seither weltweit vor 75 Millionen Zuschauern gespielte Show basiert. Es wird auch erwartungsvolle Spannung erzeugt, die bis zum furiosen Finale ständig gesteigert wird.

Perfekt wie die Dramaturgie ist die ganze Inszenierung als Bilderrausch, der Hollywood-Glanz mit Folklore verbindet. Den musikalischen Rahmen bilden elektronisch-orchestral aufgerüstete irische Balladen, Jigs und Reels (Volkstanzmelodien) vom Band, denen wechselnde Live-Begleitung von zwei Geigen, einer Flöte und Gesang Nähe zum Folk-Vorbild verleiht. Ein 25-köpfiges Ensemble in stets neuen farbenprächtigen Kostümen tanzt dazu Choreografien, die den Kampf der Pole Gut und Böse plakativ verdichten. Da schweben zierliche Tänzerinnen elfengleich und in ebensolche Kleidchen gewandet, geschmeidig über die Bühne. Im nächsten Moment lassen schwarzgekleidete Kerle in Panzerrüstung martialisch Hacken und Spitzen ihrer Stepptanzschuhe knallen. In dieser wie auch in Passagen, in denen das gesamte Ensemble die Arena mit einem explosiven Rhythmusfeuerwerk aus stampfender und klackernder Fußperkussion füllt, kocht die Stimmung hoch.

Mit Jubel und Zwischenapplaus reagieren die Zuschauer auf die energiegeladene Rasanz und minutiöse Präzision des Dargebotenen. Aber die Show hat noch mehr zu bieten, zum Beispiel eindrucksvolle Licht- und Knalleffekte. Damit wird vor allem zum dramatisch inszenierten Schluss hin nicht gespart. Nachdem der Lord oft the Dance seinen finsteren Widersacher in einem letzten atemberaubenden Stepptanzduell besiegt hat, schickt er ihn in eine pyrotechnische Flammenhölle. Ein hollywoodreifes Ende, das in seiner glanzvollen Wirkung nur noch vom finalen Ensemble-Auftritt übertroffen wird, so wie es sich für eine durch und durch perfekte Show gehört.

Extra

Vier Ensembles mit der Lord of the Dance Show sind derzeit auf Tournee. Eine in Europa, eine in Asien und Afrika und eine in Süd- und Nordamerika. Außerdem gibt es ein festes Ensemble in Las Vegas.