Manche mögen‘s laut

Manche mögen‘s laut

MORBACH. Das vom Trierischen Volksfreund präsentierte Konzert der Techno-Band Scooter brachte in der Morbacher Baldenauhalle die Menge ins Schwitzen. Fans zwischen 15 und 50 bewegten sich mehr als zwei Stunden zu dem einprägsamen Gesang von Frontmann H. P. Baxxter.

Techno ist mehr als nur Musik - die so genannten "Techno-Jünger" leben ihre Musikrichtung zum größten Teil auch optisch aus - ob das nun leicht bekleidete Mädchen in kurzen Röcken oder perfekt durchgestylte Männner mit wasserstoffblonden Haaren, Ziegenbärtchen und Buffalo-Schuhen sind. Beim Scooter-Konzert in der Morbacher Baldenauhalle waren alle Richtungen zu finden. Komplettiert wurde das Publikum in der gut gefüllten Halle von vielen nicht auf den ersten Blick als Techno-Fans identifizierbaren Menschen aller Altersgruppen. Dass aber nicht nur die Techno-Fans ihre Musik vor- und ausleben, sondern auch die Künstler, stellte Scooter-Frontmann H. P. Baxxter mit seinen beiden Partnern Rick J. Jordan und DJ Jay Frog bei ihrem über zweistündigen Auftritt zum Auftakt der "I like it loud"-Jubiläumstour eindrucksvoll unter Beweis. Kaum eine Minute Ruhe gönnte sich Baxxter bei der Darbietung seiner Songs. Lediglich nach gut 45 Minuten, bei dem Liebeslied "Brake it up", für das Baxxter zur Gitarre greift, wird der Sänger und das Publikum für eine kurze Zeit ruhiger werden. Beim nächsten Stück fängt die Menge jedoch wieder zu kochen an und bewegt sich zum von Scooter vorgegebenen Takt. Dass die Tour zum zehnten Jubiläum von Scooter keine gewöhnliche ist, bemerken die Zuschauer spätestens beim sechsten Song: "Rebel Yell" lässt so manche Erinnerung an gute, alte Zeiten erwachen. "Das haben wir seit sechs Jahren nicht mehr live gespielt. Ihr merkt, das ist eine besondere Tour", richtet H. P. Baxxter einige wenige Worte an sein Publikum. Ansonsten zieht er es vor, durch seine Lieder mit den Zuschauern zu kommunizieren. Die verlassen am Ende nassgeschwitzt und glücklich die Halle und geben den vielen Scooter-Kritikern keinen Grund zur Freude, denn das Hamburger Trio begeistert nach wie vor die (Techno-)Masse - auch wenn die Zahl deren Anhänger in der Vergangenheit etwas kleiner geworden ist.