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Mehr als nur ein Lob

Mehr als nur ein Lob

Elf Tage in Aserbaidschan: Wenn Sänger Roman Lob am Samstag, 26. Mai, Deutschland beim Eurovision-Song-Contest in der Hauptstadt Baku vertritt, werden sich zwei Eifeler Musiker die Bühne mit ihm teilen. Keyboarder Tobias Schmitz wünscht sich eine Top-Ten-Platzierung.

Alex Linster. Foto: privat

Bitburg/Rittersdorf. Baku, Zwei-Millionen-Stadt am Kaspischen Meer: Unesco-Welterbe, ein Zentrum der Erdölindustrie, erstmals Austragungsstätte des Eurovision Song Contest am 26. Mai - und nebenbei ist Baku noch Partnerstadt von Mainz.
Da passt es ganz gut, dass der deutsche Beitrag für den Wettbewerb diesmal fest in rheinland-pfälzischer Hand ist: Roman Lob (21), der Gewinner des Castings "Unser Star für Baku", stammt aus Neustadt/Wied, nahe der Grenze zu Nordrhein-Westfalen. Jury-Präsident Thomas D. lebt in der Künstler-Kommune M.A.R.S. nördlich von Daun. Und mit dem in Bitburg lebenden Keyboarder Tobias Schmitz (Jupiter Jones, Roxxbusters) und dem aus Rittersdorf stammenden Bassisten Alex Linster gehören zwei weitere Eifeler zur Liveband von Roman Lob.
Heute macht sich der Tross auf den Weg nach Aserbaidschan. Bis zum großen Auftritt in Baku stehen kleine Konzerte und einige Präsentationen für die Musiker an. "Roman Lob hatte zuletzt jede Menge Promo-Termine, von daher hatten wir bisher wenig Zeit, die Stücke des Albums gemeinsam zu proben", sagt Tobias Schmitz. Nicht mehr geprobt werden müsse der Song "Standing Still", mit dem Roman Lob in Baku ins Rennen gehen wird. "Den haben wir schon oft gespielt." Im Herbst wird Roman Lobs Band quer durch Deutschland auf Tour gehen.
Für Tobi Schmitz und Alex Linster kommt das Abenteuer Aserbaidschan überraschend: Anfang März kam für Tobi Schmitz die Anfrage vom M.A.R.S., wo auch das Album vorproduziert wurde. Bassist Alex Linster kam später hinzu. Er ersetzte Christian Kalle (ja, ebenfalls ein Eifeler), der mit seiner Band Bakkushan am zweiten Album arbeitet. Tobi Schmitz wird bei seiner Stammband Jupiter Jones erst wieder nach dem Festivalsommer in die Tasten hauen können. "Wir haben vereinbart, dass ich beim Fest zum zehnjährigen Bestehen in Trier wieder dabei sein werde." (13. Oktober, Arena).
Aber erst einmal dreht sich alles um den Wettbewerb in Baku. Die Aussichten? "Wir wollen unter die ersten Zehn kommen. Ich denke, das ist realistisch", sagt der Keyboarder. "Unter den besten Fünf zu sein - das wäre ein Traum!"