Meinung zu Führungswechsel im Kulturzentrum Trifolion in Echternach

Meinung zu Trifolion : Pionier mit gutem Netzwerk

Als hätte er es geahnt, hat Ralf Britten als Jahresmotto für die Talkreihe „Horizonte“ 2020 „Umbrüche“ gewählt. Nun werden die Abende, die der Direktor dabei selbst moderiert, sein Abschied von dem Haus sein, das er aufgebaut und wie kein anderer geprägt hat.

Als passionierter Musiker (Klavier), aktiver Lokalpolitiker mit ausgezeichneten Kontakten in die Wirtschaft sowie als bestens vernetzter mehrsprachiger Strippenzieher war der ehemalige Anwalt die Idealbesetzung für eine Kulturinstitution, die sich gegen die große Philharmonie in der Hauptstadt behaupten und der traditionsreichen Stadt an der Sauer ein zeitgenössisches Gesicht geben wollte.

Gute Vernetzung – Brittens Stärke – wird auch der oder die Nachfolgeri(n) nötig haben, denn auch im reichen Ländchen stehen öffentliche Kultureinrichtungen unter Rechtfertigungsdruck. Die Regierung ist längst dabei, über einen Kulturentwicklungsplan Ressourcen zu bündeln.

a.heucher@volksfreund.de