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Meinung zu Personalie Philharmonie Verlängerung Chefdirigent Gustavo Gimeno

Meinung zu Personalie Philharmoni : Nicht Wunder, sondern Strategie

Es ist eine Entwicklung, die staunen macht. Nach fünf arbeitsreichen Jahren unter Chef Gustavo Gimeno sitzt ein verwandeltes Orchestre Philharmonique auf dem Konzertpodium der Philharmonie. Ein Orchester, das lange Zeit nicht gerade mit Beweglichkeit und Klangkultur überzeugte, hat sich binnen fünf Jahren deutlich verjüngt und zu einem hoch flexiblen Klangkörper entwickelt.

Mehr noch: Wo früher der Eindruck entstand, Orchestermusizieren verstehe man in Luxemburg als Routinesache, ist jetzt hellste Begeisterung dabei. Überdies ist es dem Orchester gelungen, im deutschen Repertoire Fuß zu fassen. All das ist nicht Wunder, sondern Strategie und zweifellos in der Hauptsache Gimenos Verdienst. Und es in Philharmonie-Konzertreihen wie  „Grands rendez-vous“ oder „Grands Orchestres“ einzubeziehen, ist ein programmpolitischer Schachzug, der das Luxemburger Orchester an die Seite der großen internationalen Klangkörper stellt. Keine Frage: Genau dahin gehört der Kulturträger eines kleinen, aber wichtigen Landes.

kultur@volksfreund.de