Mensch im Zentrum

TRIER. (bre) Die Mosel Festwochen gehen am kommenden Dienstag, 3. Oktober, um 17 Uhr mit einem großen Konzert für Solisten, Chor und Orchester in der Konstantin-Basilika zu Ende. Auf dem Programm steht "Ein Deutsches Requiem" von Johannes Brahms.

Die Ausführenden des Abschlusskonzertes sind: Cornelia Samuelis, Sopran; Ekkehard Abele, Bass; der Bachchor und der Domchor Trier sowie das Staatsorchester Rheinische Philharmonie unter der Leitung von Martin Bambauer. Im Gegensatz zu allen vorausgegangenen Requiem-Kompositionen hat Brahms nicht den liturgischen lateinischen Text vertont, sondern selbst Texte der Heiligen Schrift zusammengestellt. Im Mittelpunkt des Werkes steht der Mensch. Für die Schrecken des Jüngsten Gerichts, dem "Dies irae" des lateinischen Requiems, ist hier kein Platz. Statt dessen befassen sich die einzelnen Sätze mit der Seligpreisung der Leidtragenden und der Überwindung des Todes durch die Verwandlung und den Übergang in die Ewigkeit. So ist das "Deutsche Requiem" erfüllt vom Grundgedanken der Humanität.