Mit Kasperl und Seppel in die Zauberwelt

Spaß für kleine und große Kinder bringt das Theater Trier ab dem 31. Oktober mit "Der Räuber Hotzenplotz" vom vielfach preisgekrönten Kinderbuchautor Otfried Preußler auf die Bühne. Indira Rautenberg inszeniert das Stück, mit dabei als Kasperl und Seppel sind zwei neue Gesichter, Jan Schuba und Fabian Joel Walter.

 Viel Spaß um Omas Kaffeemühle verspricht das Stück, das Regisseurin Indira Rautenberg (Mitte) mit Jan Schuba als Kasperl (l.) und Fabian Joel Walter als Seppel auf die Bühne bringt. TV-Foto: Anke Emmerling

Viel Spaß um Omas Kaffeemühle verspricht das Stück, das Regisseurin Indira Rautenberg (Mitte) mit Jan Schuba als Kasperl (l.) und Fabian Joel Walter als Seppel auf die Bühne bringt. TV-Foto: Anke Emmerling

Trier. Auf Hochtouren laufen die Vorbereitungen für die Premiere des Räuber Hotzenplotz, und was sie vor allem auszeichnet ist Spaß. "Wir fangen morgens damit an, dass wir uns erst mal totlachen", beschreibt Regisseurin Indira Rautenberg die Probenatmosphäre. Dass es dabei so lustig zugehe, liege am Humor der Preußlerschen Originalvorlage und der tollen Gruppe, die sie umsetze. Im Stück geht es um den Diebstahl einer Kaffeemühle, die Kasperl und Seppel der Großmutter geschenkt haben. Übeltäter Räuber Hotzenplotz nimmt auch noch die Freunde gefangen. Die werden aber von einer Unke und Wachtmeister Dimpfelmoser gerettet. "Man taucht ein in eine Zauberwelt, die die Fantasie anregt", sagt Indira Rautenberg und meint damit nicht nur die der Zuschauer. Denn wie so oft ist die Kinderproduktion Herzensangelegenheit im Trierer Theater: "Werkstätten, Technik und Requisite hängen sich mit Feuereifer rein", lobt die Regisseurin und schwärmt von der wunderschönen Unke, die gerade in der Schlosserei entsteht. Mit Herz und vielen Ideen sind auch die Schauspieler dabei, darunter der als Gast verpflichtete Jan Schuba, der den Kasperle spielt. Fast missionarische Aufgabe

Der zuletzt am Mainzer Staatstheater verpflichtete Freiberufler wird häufig im Kinder- und Jugendtheater engagiert, was für ihn einer "fast missionarischen Aufgabe" entspricht. Der Kasperle sei für ihn eine ganz tolle Rolle, weil er viel Blödsinn machen dürfe, aber: "Er ist auch eine Figur, die Liebe und Freundschaft verkörpert, Werte, die Kinder mitnehmen können". Ähnlich sieht auch der zweite Gast, Fabian Joel Walter, seine Rolle als Seppel. Walter hat in vielen Engagements, unter anderem an der Landesbühne Hannover, wo er Gerhard Weber kennenlernte, ein breites Spektrum abgedeckt, sagt aber: "Irgendwann hat man bei mir den Komödianten entdeckt." Als Seppel will er den eigenen Spaß transportieren, Kindern aber auch eine authentische Identifikationsfigur bieten. Um Authentizität geht es auch Indira Rautenberg, die sich deshalb um "Entstaubung" des Klassikers bemüht: "Bei uns trägt die Oma keine Kittelschürze, das kennen die Kinder ja nicht mehr". Auch die Sprache sei mit Begriffen wie "supi" zeitgemäß angepasst worden, nicht zuletzt dank eines kritischen Probenpublikums aus Rautenbergs neunjährigem Sohn und Kindern von Kollegen. Die seien im Übrigen ganz begeistert vom Kaffeemühlenlied, das Sebastian Matz komponiert hat und das es samt Remix- und Karaoke-Version auf CD geben wird. Spaß ist also garantiert, und dafür sorgen außer den Genannten: Angelika Schmid als Großmutter, Barbara Ullmann als Fee und Unke, Hans-Peter Leu als Hotzenplotz, Heribert Schmitt als Wachtmeister Dimpfelmoser, Tim Olrik Stöneberg als Petrolsilius Zwackelmann und Alexander Ourth als Zweitbesetzung für Seppel. Bühnenbild: Wendelin Heisig, Kostüme: Claudia Caséra, Dramaturgie: Sylvia Martin. Premiere ist am Mittwoch, 31.Oktober um 11 Uhr.

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