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Mit "Still" und Stil geht's ganz nach oben

Trier als gutes Pflaster: Am Tag der Album-Veröffentlichung im Februar gibt Jupiter Jones ein kleines Gratis-Konzert im Trierer Studihaus, ganz akustisch. Seitdem geht es für Sascha Eigner, Nicki Müller, Marco Hontheim und Andreas „Becks“ Becker (von links) steil aufwärts. TV-Foto: Sven Eisenkrämer
Trier als gutes Pflaster: Am Tag der Album-Veröffentlichung im Februar gibt Jupiter Jones ein kleines Gratis-Konzert im Trierer Studihaus, ganz akustisch. Seitdem geht es für Sascha Eigner, Nicki Müller, Marco Hontheim und Andreas „Becks“ Becker (von links) steil aufwärts. TV-Foto: Sven Eisenkrämer
Trier. Eine ausverkaufte Tour liegt hinter der Eifeler Punkrock-Band Jupiter Jones, die Single "Still" läuft im Radio rauf und runter - und auch für die Fans in der Region Trier hat Jupiter-Jones-Gitarrist Sascha Eigner eine gute Nachricht auf Lager: Die Band organisiert auf der Exhaus-Sommerbühne wie schon im Vorjahr ein Open Air. Andreas Feichtner

Trier. Vor gut drei Wochen auf der Bühne in der Saarbrücker "Garage": Jupiter-Jones-Sänger Nicki Müller freut sich über einen historischen Tag in der Bandgeschichte. "Das ist unser größtes Headliner-Konzert aller Zeiten", sagt er mit breitem Grinsen. 1500 Fans jubeln dem Sänger zu. Ein zweistündiges Fest und "wohl unser bestes Konzert der Tour", wie Gitarrist Sascha Eigner sagt. Eigentlich sollte die Band zwei Straßen weiter im drei Mal so kleinen Jugendzentrum Försterstraße spielen. Aber das wäre deutlich zu klein gewesen. Die "Garage" war letztlich ausverkauft. Das galt auch für die Konzerte in Berlin, Frankfurt, München, Bremen & Co.: Abendkasse - überflüssig! Die aus der Prümer Kante stammenden Jupiter Jones sind die Band der Stunde.
Sascha Eigner hatte vor dem Erscheinen des vierten Albums "Jupiter Jones" - dem ersten beim Musikriesen Columbia (Sony) - noch im Probenraum in Wittlich davon gesprochen, dass 2011 ein entscheidendes Jahr für die vor über acht Jahren gegründete Band werden würde. Es folgten turbulente Monate: Das Album platzierte sich weit oben in den Charts.
Und die Single "Still" ist derzeit das am häufigsten im Radio gespielte deutschsprachige Lied. "Das ist fast ein bisschen unheimlich. Wir sind total baff", sagt Sascha Eigner im Telefon-Interview.
Nach der Tour und vielen Promo-Auftritten steht für die Band gerade eine kurze Pause an. "Anfang Mai werden wir an zwei Singles arbeiten und die Songs im Studio neu aufnehmen", sagt Eigner. Dass Tour und Album so einschlagen würden, kommt für die Band überraschend. Für Eigner ist es das Ergebnis einer guten Mischung. "Wir hatten schon eine ansehnliche Fanbase. Nun kam durch Sony unheimlich viel Promo hinzu - mit Anzeigen in vielen überregionalen Tageszeitungen, dazu Fernsehspots. Hinzu kommt, dass ‚Still\' den Nerv der Leute trifft. Das ist der richtige Song am richtigen Ort."
Im Sommer spielt die Band auf großen Open Airs wie dem Hurricane-, dem Southside-Festival oder dem Taubertal-Festival. Zudem werden sie bei Gratis-Festivals in Birkenfeld (21. Mai, FH-Campus) und der Rheinkultur in Bonn am 2. Juli auftreten. Ein Heimspiel wird zudem in Trier über die Bühne gehen, bestätigt Eigner: "Es wird wie im vergangenen Jahr ein JupitAir-Singfest auf der Exhaus-Sommerbühne geben - am 27. August." Vor Jupiter Jones sollen dann Ghost of Tom Joad, Bakkushan und Trip Fontaine auftreten. Ticket gibt es bisher nur auf der Homepage jupiter-jones.de. Zur ersten Auflage im vergangenen Jahr kamen 900 Zuschauer. Diesmal wäre es überraschend, wenn das Konzert nicht ausverkauft wäre. Der Innenhof fasst 1500 Zuschauer. "Wir hoffen, dass das Konzert ausverkauft sein wird. Aber das ist keine Selbstverständlichkeit."