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Mittelalterliches für die Römer-Arena

Mittelalterliches für die Römer-Arena

Rock im Römer-Ambiente: "In Extremo" und "Fury in the Slaughterhouse" haben sich am 31. Juli und 1. August im Trierer Amphitheater angekündigt. Der Trierische Volksfreund präsentiert die Konzerte.

Trier. Was hat sich in den vergangenen Jahren an denkwürdigen Freiluft-Konzerten in Trier eingebrannt? Das ist Geschmacksfrage, klar. Aber einige werden sagen: Damals, das Grand-Hotel-van-Cleef-Fest, mit Kettcar und Co, das hatte Charme. Oder der Auftritt von Bright Eyes, als der derangierte Sänger Conor Oberst erst am nächsten Morgen wieder zu seiner besorgten und abreisewilligen Crew zurückkehrte. Oder das Konzert von Alan Parsons im vergangenen Jahr. Alle diese Konzerte fanden in den Trierer Kaiserthermen statt.

Veranstalter Ingo Popp macht kein Geheimnis daraus, dass er gerade die Thermen als Konzertort liebt. "Aber was hilft das, wenn man dort immer nur draufzahlt?", sagt der 45-Jährige. Heißt: in den Thermen will er in absehbarer Zeit zwar keine weiteren Konzerte ausrichten.

Eine zweite antike Trierer Stätte wird aber weiterhin Rockmusikern ein kurzzeitiges Zuhause bieten. So machen "Fury in the Slaughterhouse" auf ihrer Abschiedstour einen Abstecher ins Amphitheater (31. Juli). Am Tag darauf sind "In Extremo" zu Gast. Der geplante Auftritt von "Off-the-Wall", einem Pink-Floyd-Tribute, wurde derweil in die Europahalle verlegt (4. Oktober). Vor acht Jahren war das erste Rock-Open-Air im Amphitheater über die Bühne gegangen - damals mit Toto. Popp hatte im vergangenen Jahr noch angekündigt, am liebsten komplett auf Open Airs zu verzichten. Das Risiko sei zu groß. Damals hatte er mit dem ursprünglich im Waldstadion geplanten Auftritt von Lionel Richie wohl rund 200 000 Euro in die Wiese gesetzt. Das Amphitheater bleibt nun als Konzertort erhalten. Auch für das nächste Jahr hätten schon die ersten Bands angefragt. "Das ist von der Produktion her nicht viel anders als in der Halle", sagt Popp: "Und man verliert nicht gleich Haus und Hof, auch wenn ein Konzert mal nicht so läuft."

Eine halbleere Römer-Arena wird man bei den beiden Konzerten in diesem Jahr wohl nicht zu sehen bekommen. So soll es bei "In Extremo" voll werden (das Amphitheater fasst 3500 Zuschauer). Und auch bei "Fury in the Slaughterhouse" laufe der Vorverkauf bisher gut.

Vielleicht kommt zudem eine weitere Spielstätte hinzu. Der bereits bestens Jazz-erprobte Brunnenhof hat sich laut Popp beim Auftritt von "Naturally 7" bewährt. Weitere Popp-Konzerte im Schatten der Porta Nigra seien also denkbar. "Aber da muss es noch Gespräche mit der Stadt geben", sagt Popp.

Karten gibt es in den TV-Service-Centern Trier, Bitburg und Wittlich, unter der TV-Tickethotline 0651/7199-996 sowie unter www.volksfreund.de/tickets.