Mitten ins Herz - Frida Gold spielt im Palastgarten vor 3000 Zuschauern

Mitten ins Herz - Frida Gold spielt im Palastgarten vor 3000 Zuschauern

"Wovon sollen wir träumen" ist der wohl bekannteste Hit der deutschsprachigen Electro-Pop-Band Frida Gold. Am Freitagabend standen sie im Rahmen des Jugendevents der Heilig Rock Wallfahrt auf der Bühne. Trotz kaltem Regenwetter kamen über 3000 Zuschauer.

Trier. Züchtig sieht anders aus: Nur mit knallengem schwarzem Body, Lederjacke und Strumpfhosen bekleidet, kommt Frontfrau Alina Süggeler (26) auf die Bühne. "Wir woll'n die Frida sehen", kreischt die Menge davor. Nein, mit dem Wetter haben die vielen jungen Menschen an diesem Abend kein Glück gehabt. Immer wieder regnet es, zu später Stunde war es sogar so kalt, dass der Atem beim Sprechen sichtbar wurde. Und trotzdem: Mehr als 3000 Menschen kamen, um vor allem sie zu sehen: Alina Süggeler, die schon mal als "heißeste Sängerin Deutschlands" gehandelt wird. Zusammen mit ihren drei Bandkollegen Andreas Weizel (Bass), Julian Cassel (Gitarre) und Thomas Holtgreve (Schlagzeug) bilden sie die Band Frida Gold.
Ihr Durchbruch gelang ihnen 2010 mit dem Hit "Zeig mir wie du tanzt". Alina Süggeler saß 2012 außerdem in der Jury von "Unser Star für Baku". Eine Stunde lang brachten die vier am Freitagabend den Palastgarten zum Tanzen. Genau das ist die Musik von Frida Gold vor allem: tanzbar. Fette Beats und eindringliche Electro-Sounds gehen schnell ins Ohr. Und in die Beine: "Ich mag von Frida Gold vor allem die Texte", sagt Wallfahrtsbesucherin Lisa Kullmann (15) aus Saarbrücken. "Da wird von Lebenssituationen gesungen, in die man sich sofort hineinversetzen kann."
Dass Frida Gold ihre Texte auf Deutsch schreiben, kommt wahrscheinlich gerade den Jüngeren zugute. Sie verstehen auf Anhieb, um was es im Song eigentlich geht - eine gute Wahl also für den Auftakt des großen Jugendevents der Heilig Rock Wallfahrt. Die Zuschauer erlebten ein abwechslungsreiches Programm: eine Show ohne viel Schnickschnack, dafür mit viel Elan in den Discosongs und viel Gefühl bei Balladen.
Das komplette Interview ab 16 Uhr auf: volksfreund.de/video
Extra

Frida Gold Frida Gold, erste Frage, ganz klar: Habt ihr den Heiligen Rock in Trier denn schon gesehen? Alina Süggeler: "Nein, leider nicht. Uns bleibt das aber meistens verwehrt. Spät anreisen, früh wieder abreisen. Am Anfang ist das spannend, so schnell von einem Ort zum nächsten zu kommen, aber irgendwann sehnt man sich auch danach, mal innehalten zu können. Das ist schade, aber auch hier werden wirs nicht schaffen, die Stadt näher kennenzulernen." Warum dann gerade ein Auftritt im Rahmen der Heilig Rock Wallfahrt? Andreas Weizel: "Für uns war es auch erst mal die Frage: Wie können wir als Pop-Act, der nicht gerade den christlichen Glauben vor sich herträgt, unsere Message zu Gehör bringen? Dann haben wir festgestellt: Überall da, wo Menschen friedlich zusammenkommen, um Gemeinschaft zu leben und zu feiern, wollen wir auch teilhaben." Eure Texte sind deutschsprachig. Warum? Thomas Holtgreve: "Naja, es ist auch eine Herausforderung, die Gedanken, die man im Kopf hat, in der etwas sperrigen deutschen Sprache auf 'ne poppige Art und Weise rüberzubringen. Und durch die Sprache hat man sicher einen direkteren Zugang zu den Herzen der Menschen. Aber auch zum eigenen Herzen." kne

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