Moonbootica und das Moselfest: Bunter Mix aus Tanz und Neugier

Moonbootica und das Moselfest: Bunter Mix aus Tanz und Neugier

Schöner Abend nach einem durchwachsenen Auftakt: Die Premiere des Electronic-River-Festivals hat am Sonntag 3000 Besucher ans Zurlaubener Ufer gelockt. Veranstalter Alexander Brittnacher kündigt eine Fortsetzung an.

Trier. Sonntag, 14.30 Uhr: Bei Electronic-River-Veranstalter Alexander Brittnacher wächst die Sorge mit jeder dunklen Wolke, die über Zurlauben aufzieht. Das könnte ein trister Geburtstag für ihn werden. Eine Festival-Premiere am Fluss, die ins Wasser zu fallen droht. Aber stopp - dazu kam es nicht. Um kurz nach 18 Uhr kamen die letzten Tropfen herunter. Bis dahin hatte der früh angesetzte Top-Act des Zwölf-Stunden-Festivals, Moonbootica, bereits Hunderte auf den Hang und die kleine Tanzfläche vor der Bühne gelockt. Nur der frühe Mittag war schwach besucht. Und wer dachte, dass es sich nach dem Hamburger Duo wieder leeren würde, sah sich getäuscht: Bei DJ Michael Rausch, der sich gemeinsam mit Bassist Tom Rüdell auch Rock-Remixe à la "Sex on Fire" oder "Otherside" vornahm, wurde es noch voller. Zwischendurch auch auf der Bühne, bis die Security den spontanen Tanzeinlagen zwischen Bass und Laptops ein Ende setzte. Das Festival blieb bis zum Ende gut besucht - pünktlich um 0 Uhr war Feierabend. "Das war der Hammer. Da hat es im nachhinein auch gepasst, dass Moonbootica schon früh auf der Bühne stand. Das habe schon Zuschauer gelockt, als das Wetter noch auf Konfrontationskurs war. Für den Charme sorgte die Mischung: Nicht nur die übliche Club-Klientel feierte. Auch einige ältere Besucher waren neugierig auf das, was erstmalig an der Mosel über die Bühne ging. "Es soll im nächsten Jahr auf jeden Fall eine Fortsetzung geben", kündigt Brittnacher an. Er schätzt die Zahl der Festivalbesucher auf 3000. Die angekündigten Einlasskontrollen, die verhindern sollten, dass sich die Gäste beim Gratis-Festival selbst versorgen, fielen eher sporadisch aus. Laut Veranstalter haben auch Moonbootica Gefallen an der Premiere gefunden. "Sie kommen gerne wieder." Insgesamt haben sich ein gutes Dutzend DJs die Bühne geteilt. Ausgiebig getanzt wurde von Moonbootica bis zum letzten Act - Berni Wullert & Christian Schütt (VillaWuller). Für Brittnacher beginnen nach der aus seiner Sicht hervorragenden Premiere zumindest gedanklich die Planungen für das nächste Jahr. "Dann werden wir vielleicht zwei große Acts verpflichten, einen am späten Nachmittag und den anderen am Ende." Im Vergleich zum Vorjahr, als der Moselfest-Sonntag einen schwach besuchten Bandwettbewerb geboten hatte, war schon mal deutlich mehr Bewegung drin. Ein weiteres kostenloses Elektronik-Festival auf zwei Bühnen: E-Lake-Festival in Echternach (Luxemburg) am 13. August. Am Freitag, 12. August, stehen Live-Bands auf dem Spielplan, unter anderem Juli und die Bandgeek Mafia.