München, New York, Tokio

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Jede Menge Highlights gibt es auch 2017 in der Philharmonie - große Orchester, berühmte Dirigenten und herausragende Solisten. Hier eine Auswahl: Das Konzert am 21. Januar mit Sir Simon Rattle, dem London Symphony Orchestra, dessen Chef er im September wird, und Mahlers sechster Sinfonie ist bereits ausverkauft, aber es gibt ja genug hochkarätige Alternativen.

Foto: Daniel John (daj) ("TV-Upload John"
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Miah Persson. Foto: Monika Rittershaus. Foto: (we_wvulk
Janine Jansen. Foto Marco Borggreve. Foto: Daniel John (daj) ("TV-Upload John"
Pascal Schumacher. Foto: Jenny Fischbach. Foto: Daniel John (daj) ("TV-Upload John"
Das Anouar Brahem Quartett. Foto: Alexander Zuckrow. Foto: Daniel John (daj) ("TV-Upload John"

Zum Beispiel Mahlers Neunte am 6. Februar. "Für mich als Dirigent ist es so, als würde ich einen Rolls-Royce fahren. Dieses Orchester kann einfach alles." So lobt Mariss Jansons das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem der Lette seit 2003 als Chefdirigent vorsteht, - eine perfekte Symbiose. Gemeinsam haben der Maestro und seine Musiker mit der 13. Sinfonie von Schostakowitsch 2007 den Grammy für die "beste Orchesterleistung" erhalten. In der Tradition so großer Namen wie Rafael Kubelik und Lorin Maazel stehend, hat Jansons - Träger des lettischen Drei-Sterne-Ordens und des deutschen Bundesverdienstkreuzes - den Klang des BRSO noch einmal weiterentwickelt. In Umfragen wird das Orchester immer wieder als eines der 20 besten der Welt genannt. An Gustav Mahler kommt in dieser Saison kaum einer vorbei - auch nicht Hausherr Gustavo Gimeno mit dem Orchestre Philharmonique du Luxembourg. In der Reihe "Grands rendez-vous" begegnen sie am 16. Februar der schwedischen Sopranistin Miah Persson, die im Finale von Mahlers 4. Sinfonie das Lied "Das himmlische Leben" singt. "Eine kränkliche, abschmeckende Übermusik" hatte der Kritiker Theodor Kroyer nach der Uraufführung 1901 geurteilt. Heute zählt das Werk zu den beliebtesten des Komponisten. Außerdem ist Tenor Ian Bostridge an diesem Abend mit dabei: Er singt den Liederzyklus "Nocturne" von Benjamin Britten. Nach dem BRSO und dem Bayerischen Staatsorchester, das die Philharmonie-Saison erföffnet hatte, ist am 17. Februar das dritte große Orchester aus München in Luxemburg zu Gast: die Münchner Philharmoniker mit Valery Gergiev. Auf dem Programm steht unter anderem das Klavierkonzert Nr. 2 von Sergei Rachmaninow. Solist ist Daniil Trifonov. Der 25-Jährige wurde 2011 beim Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau mit der Goldmedaille für Klavier und dem Grand Prix ausgezeichnet. Vorsitzender der Jury damals: Valery Gergiev.Paavo Järvi leitet am 1. März das NHK Symphony Orchestra Tokyo. Der Finne hat das Violinkonzert seines Landsmanns Jean Sibelius ausgewählt. Solistin ist Janine Jansen, in dieser Saison artist in residence an der Philharmonie. Außerdem ist Schostakowitschs 10. Sinfonie zu hören. Als "besten Trompeter der Galaxie" hat die Times Håkan Hardenberger bezeichnet. Viele Komponisten haben Werke eigens für den Schweden geschrieben, so auch Mark-Anthony Turnage. Desssen Stück mit dem schlichtenTitel "Håkan", gespielt vom Meister höchstpersönlich, erklingt am 7. März. Gustavo Gimeno dirigiert das OPL - und den WDR-Rundfunkchor Köln. Der ist bei "Daphnis et Chloé" zu hören, ohne Text, nur mit dem Klang seiner Stimmen. Duisburg zählt zwar nicht zu den klassischen Musikhochburgen - doch von dort stammt mit Frank Peter Zimmermann einer der weltbesten Geiger. Mit dem New York Philharmonic Orchestra unter Leitung von Alan Gilbert spielt er am 24. März Prokofiews Violinkonzert Nr. 1. Außerdem stehen von John Adams "The Chairman Dances" und die "Symphonie fantastique" von Hector Berlioz auf dem Programm.

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