1. Region
  2. Kultur

Musik geht mitten ins Herz

Musik geht mitten ins Herz

TRIER. Furioser Auftritt für "Christmas-Moments": Vor mehr als 3000 Zuschauern präsentierten die Musiker um Thomas Schwab in der Arena Trier weihnachtliche Musik. Das Konzert wurde vom Trierischen Volksfreund präsentiert.

Ein bisschen kitschig muss es schon sein, schließlich ist bald Weihnachten: Gewitterblitze zucken über die Leinwand hinter der Bühne, "Halleluja" tönt es aus den Mündern der Sänger, begleitet werden sie von 17 Sängern von "Der andere Chor" aus Dillingen. Die verrockte Version von Georg Friedrich Händels Weihnachts-Klassiker hat die Gruppe um Thomas Schwab als Auftakt für ihre Show gewählt. Es folgt ein bunter Mix aus klassischen Weihnachtsliedern und moderneren Titeln. "Leise rieselt der Schnee" gehört ebenso zum Repertoire wie "Halt mich" von Herbert Grönemeyer. Begeisterter Applaus schallt bereits nach dem ersten Titel durch die Halle, viele Schwab-Fans haben den Weg in die gut gefüllte Arena Trier gefunden."Dem Auftritt entgegen gefiebert"

Für die Musiker ist der Auftritt der krönende Abschluss einer Tour durch Rheinland-Pfalz. Zehn Mal haben sie mit dem Programm auf der Bühne gestanden, das von Regisseur Erik Stephens in Szene gesetzt worden ist. "Wir waren noch nie in so einer Halle", begrüßt Schwab an seinem Piano sitzend die Besucher. "Wir haben diesem Auftritt entgegen gefiebert."Zwei neue Sänger erwarten die Besucher: Meike Anlauf, bekannt aus der Band "Gimme 5", und David Moore, Hauptdarsteller der deutschsprachigen Originalbesetzung von "Miss Saigon" und "Starlight Express", sind zu der Truppe dazu gestoßen. Als besondere Überraschung tritt Sheryl Hackett auf, bekannt aus den Shows der vergangenen Jahre.Suchend wandert ein Scheinwerfer durch den Saal - und bleibt an einem Mann mit Bischofsstab und schlohweißem Haar hängen: Auch der Weihnachtsmann hat den Weg nach Trier gefunden. Mitunter ein bisschen verwirrt wirkend wandert er in Gestalt von Martin Müller in einem aus Krawatten genähten Gewand über die Bühne und durch den Saal. Er rezitiert Lyrik von Thomas Schwab. "Warum seid ihr hier", fragt er das Publikum. "Sucht ihr Weihnachten?"Ohne Tannengrün, Silberkugeln und Lametta versetzen die Musiker die Besucher in der Arena in weihnachtliche Stimmung. Die Zuschauer schwenken Wunderkerzen und Feuerzeuge. Mit den klassischen Weihnachts-Symbolen spielen die Akteure, etwa wenn nach der Pause eine der Sängerinnen als weiblicher Weihnachtsmann im roten Kleidchen mit weißer Pelzkante die übrigen Musiker auf die Bühne lotst. Die meisten Weihnachtslieder präsentiert die Gruppe in der englischen Fassung. Überhaupt ist das Programm sehr amerikanisch: Rudolph, das rotnasige Rentier, hat ebenso seinen Platz wie Gospel-Gesang mit Chorunterstützung.Überzeugen können die Besucher die Solisten, etwa Horst Friedrich mit "The Christmas Song", Tesz Millan mit "Oh Holy Night", Guido Illigen mit der Grönemeyer-Ballade "Halt mich" oder Simone Clemens mit Johann Sebastian Bachs "Ave Maria".Fetzig wird es, wenn die Band (Schlagzeug: Ingo Esch, Saxophon: Andreas Steffens, Bass: Andreas Düro, Keyboard: Volker Weber, Gitarre: Eddie Gimler) einen Rock‘and‘Roll-Titel anstimmt, zuckersüß bei dem Klassiker "I‘ll be there" von den Jackson Five. Die richtigen Weihnachtsgefühle kommen bei "Last Christmas" und dem Abschluss-Lied "Save the Light it‘s Christmas" von Thomas Schwab auf. Die Besucher stehen auf, klatschen mit, einige zünden die restlichen Wunderkerzen an und holen die Feuerzeuge aus den Taschen. Auf der Bühne gibt es Feuerwerk: Zwischen glitzernden Fontänen stehen die Musiker, "Frohe Weihnachten" wünscht Thomas Schwab am Piano - darauf steht eine Kerze.