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Natur als Innen- und Außensicht

Natur als Innen- und Außensicht

Mit einer Schau ihres Mitglieds Irmgard Weber eröffnet die Trie rer Gesellschaft für Bildende Kunst ihr Ausstellungsjahr 2011 im Palais Walderdorff. Dabei tun sich ganz neue Ausblicke auf ein bekanntes Werk auf.

(er) "Du erbst das Grün vergangner Gärten", wusste schon Rainer Maria Rilke. "Das Grün kommt zu mir", bestätigt dem Dichter auch Irmgard Weber. Die aus Schöndorf bei Trier stammende Malerin hat ihr Grün wohl von der heimischen dörflichen Landschaft und ihren Gärten geerbt. Tatsächlich ist das Grün als Ausdruck von Natur, Wachstum und Frische in fast allen Gemälden der Künstlerin gegenwärtig.

Vor kurzem hat Irmgard Weber ein paar Wochen in den Fjord-Landschaften Norwegens gelebt. Von dort hat sie malerisch Neues mitgebracht. Zwei Großformate sowie ein sehr reizvoller Zyklus kleinformatiger Fjord-Ansichten springen sogleich ins Auge. Irmgard Webers Farbauftrag ist in diesen großen Arbeiten flächiger geworden, die Malweise pauschaler.

Auch wenn sie nach eigener Aussage viel über Kompositionsmöglichkeiten nachdenkt - wenn es um Farbe geht, malt Irmgard Weber mit der Seele. "Die Farbe kommt ganz tief aus mir heraus", bekennt die Künstlerin. Und so sind denn auch ihre klangvollen norwegischen Farblandschaften nichts anderes als der Widerhall ihrer Seele und ihres Gefühls in der Landschaft. In ihrem Zyklus "Oslo-Fjord" erweist sich Weber als Meisterin der Lichtführung.

Ganz ohne Frage: Die Fjord-Gemälde im Erdgeschoss sind die stärksten Bilder der Ausstellung. Der erste Stock erweitert lediglich den Einblick ins Werk.

Die Ausstellung ist noch bis 12. Februar zu sehen. Öffnungszeiten: dienstags bis samstags 11 bis 13 Uhr, dienstags, donnerstags und freitags zusätzlich von 14 bis 17 Uhr, Telefon: 0157/87690378.