1. Region
  2. Kultur

Neues Album von Metallica erscheint: Zweifacher Feiertag für Trierer Musiker

Neues Album von Metallica erscheint: Zweifacher Feiertag für Trierer Musiker

Für Millionen Rock- und Metal-Fans ist der Freitag ein Feiertag. Metallica, die erfolgreichste Metalband der Welt, bringt ihr zehntes Studioalbum "Hardwired...To Self-Destruct" auf den Markt. Ein Musiker aus Trier ist dicht dabei - und er hat heute auch noch Geburtstag.

Es ist ein scheinbar völlig normaler Tag. Freitag, der 18. November. Nichts Besonderes. Doch in der Welt der lauteren Musik sieht die Lage anders aus. Eine der wichtigsten Bands des Heavy Metal präsentiert heute ihr neues Album. Rund um den Globus werden die Downloads laufen und die CDs über die Ladentheken wandern.
Die Band Metallica um Lars Ulrich und James Hetfield hat seit ihrer Gründung 1981 die Welt des Rock und Metal mehrfach in ihren Grundfesten erschüttert. Neue Studioalben sind seltene Ereignisse.

Scheibe Nummer neun erschien 2008 ("Death Magnetic"), Nummer acht kam 2003 ("St. Anger"). Und so beschäftigt eine Frage heute zahllose Fans zwischen Alaska und Neuseeland: Wird "Hardwired … To Self-Destruct" ein der Bedeutung dieser Band entsprechendes Meisterwerk? Ein echtes, wuchtiges Brett? Oder müssen die Metaller dieser Welt mit einer Enttäuschung, wie St. Anger eine war, fertig werden?

Wir haben schon mal reingehört. Eines steht nach der ersten Begegnung mit "Hardwired … To Self-Destruct" zweifelsfrei fest: Die Scheibe ist ein wuchtiges Erlebnis. Ulrich, Hetfield, Gitarrist Kirk Hammett und Bassist Robert Trujillo sind offensichtlich in großartiger Form und hauen dem Hörer brutale Hiobsbotschaften um die Ohren. Schon die erste Nummer "Hardwired", einer der schon vor dem Verkaufsstart des Albums veröffentlichten Songs, beklagt den furchtbaren Zustand der Welt, den Schmerz, das Elend, die Ausweglosigkeit. Aber bitte - wir reden hier von Metallica. Der Band, die uns seit ihrer Gründung Songs über Schmerzen, innere Dämonen und tiefschwarze Visionen bringt.

In der Tonart geht es weiter. "Now That We're Dead": Nur der Tod bringt Erlösung. Hier gibt es keinen Silberstreif am Horizont. Dieses Album wird für heiße Diskussionen sorgen, aber es ist jede Sekunde des Hörens wert.

Stephan Zender belässt es nicht beim Hören. Der 45-jährige Leiter der Modern Music School Trier sitzt bei My'tallica hinterm Schlagzeug - einer der erfolgreichsten Metallica-Tribute-Bands Deutschlands. "Wir haben ,Hardwired' bereits live gespielt und ,Moth Into Flame' einstudiert", erzählt er. "Ich kann eines klar sagen: Die Leute sind hungrig darauf." Mit My'tallica spielte Zender, der die Rolle von Lars Ulrich übernimmt, am Donnerstagabend im Münchner Feierwerk auf der großen Metallica-Nacht. Heute ist er Gast der offiziellen Release-Party von "Hardwired … To Self-Destruct" in London. Und Geburtstag hat er heute auch noch. "Viele Gründe zum Feiern", sagt Zender. "Metallica hat mich als Musiker geprägt."

My'tallica spielt am 26. November im Ducsaal in Freudenburg (Kreis Trier-Saarburg) - garantiert mit neuem Material.