… Norbert Scheuer

Herr Scheuer, "Am Grund des Universums" ist bereits das achte Buch in der Eifel-Saga. Stimmt der Eindruck, dass Ihnen die Geschichten nicht ausgehen?Norbert Scheuer Die Geschichten an sich gehen nie aus.

Alles erzählt Geschichten, wir sind umgeben von ihnen! Aber sich hinzusetzen und sie zu schreiben, das ist die andere Sache. Das ist eben die Mühsal - und das unterscheidet vielleicht den Schriftsteller von allen anderen.Wer das Supermarktcafé in Kall kennt, das in dem Buch eine zentrale Funktion hat, der wundert sich, dass man daraus Literatur machen kann ...Scheuer Aber das ist doch genau die Aufgabe: aus solchen Orten Literatur zu machen. Alles andere ist langweilig. Im Grunde ist Literatur so eine Art Entdeckungsreise an unbekannte Orte, die noch nicht mit Sprache gefüllt sind. Die Idee mit dem Café geht übrigens zurück auf eine Empfehlung von Robert Zimmer (dem aus Trier stammenden Autor und Philosophen, Anm.): Er hat mir vor Jahren den "Bienenkorb" von Camilo José Cela geschickt. Das Buch spielt in einem Café, und er macht darin nichts anderes, als die Leute, die da reinkommen, zu porträtieren. Das ist genial.Das neue Buch ist fertig und im Handel. Wie geht es weiter? Scheuer Das ist jetzt ja die schönste Zeit: Ich laufe herum, fantasiere und frage mich: Was könnte das Nächste sein? Vielleicht etwas Kurzes? Gedichte? Aber dann macht mir irgendwann mein Kopf einen Strich durch die Rechnung.Fritz-Peter Linden

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