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Oh Captain, mein Captain: James T. Kirk, weil ...

Oh Captain, mein Captain: James T. Kirk, weil ...

Zugegeben, richtig ernst nehmen kann man die erste Serie im Star-Trek-Universum nicht mehr. Mit ihren an Schaustellertricks heranreichenden Filmtechniken, den offensichtlich angeklebten Vulkanierohren, den Alienkostümen à la "Es kam aus dem Sumpf".

Aber dann kann man sich doch nicht erwehren: Gegen eben diesen quietschbunten Kostümcharme, die noch handgemachten Effekte, die großen Geschichten mit einfachsten Mitteln. Es sind eben nicht nur die ersten Schritte in ein unbekanntes Science-Fiction-Universum, sondern auch die ersten Gehversuche in einer neuen Art Serienunterhaltung, die man da dokumentiert sieht. Jene fernen Welten, die sich in die Herzen der Zuschauer brannten und unendliche Weiten des Fantums mit all seinen Conventions, Cosplays, Merchandisingartikeln und Nachfolgeserien und -filmen hervorbrachten. Grund dafür sind jedoch nicht nur die Geschichten, der Flair des Neuartigen, sondern auch die Charaktere, die eine bessere, friedlichere Welt versprachen. Allen voran mit James Tiberius Kirk ein Captain, der edel und wohlwollend sowie aufbrausend und allzu menschlich sein konnte. Und natürlich ein Frauenheld. Aber das ist wohl auch etwas aus der Zeit gefallen.