Oh Captain, mein Captain: Jean-Luc Picard, weil ...

Oh Captain, mein Captain: Jean-Luc Picard, weil ...

Wer dorthin geht, wo nie ein Mensch zuvor gewesen ist, der muss einiges mitbringen. An der Spitze einer Raumschiff-Hierarchie ist kein Platz für Weicheier.

Eine stählerne Diszilpin auch in der schlimmsten Krise - klar, sonst endet alles im Chaos. Ein enzyklopädisches Wissen um Recht, Moral und Ethik in Zeiten der Raumfahrt - eine wichtige Eigenschaft, wenn man ständig fremde Wesen und deren ebenfalls fremde Wertvorstellungen vor sich hat.
Jean-Luc Picard brachte das alles mit und definierte damit einen neuen Typus des Serienhelden. Im krassen Gegensatz zu seinem Vorgänger James T. Kirk, der als impulsgesteuerter Held mit dem Kopf durch Wände ging, verkörperte Picard den Forscher und Entdecker mit einer grenzenlosen Begeisterung für das Neue, Unfassbare. Shakespeare zitierend, führte er die Enterprise der zweiten Generation mit Stärke, Größe, Mut und Autorität. Noch nicht einmal die Borg, die Geißel der "Star-Trek"-Welt, konnten ihm diese Größe nehmen. Picard machte die zweite Serie um die Enterprise zum bis heute beliebten Welterfolg und öffnete das Tor zu neuen Serien wie "Deep Space Nine", "Voyager" und jetzt "Discovery".

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