Oh Captain, mein Captain: Kathryn Janeway, weil ...

Oh Captain, mein Captain: Kathryn Janeway, weil ...

Klar, Kathryn Janeway ist die erste Frau im Kommandosessel eines "Star Trek"-Raumschiffes. So weit, so gut.

Aber was zeichnet sie sonst aus? Nicht so hitzköpfig wie Kirk, nicht so intellektuell wie Picard. Aber höllisch stur! Muss sie auch sein. Schließlich ist ihr Schiff, die Voyager, im Delta-Quadranten gestrandet - 70 000 Lichtjahre von der Erde entfernt. Damit die Besatzung die Hoffnung nicht aufgibt, eines Tages wieder nach Hause zu kommen, braucht sie einen Captain, der niemals aufgibt. Dabei macht Janeway sich mit ihren Entscheidungen nicht immer beliebt. "Ich habe Angst vor dem Tag, an dem jeder meiner Meinung ist", sagt sie schon früh in der Serie. Sie begnadigt Verbrecher und nimmt sie in die Crew auf. Setzt sich dafür ein, dass der holographische Schiffsarzt wie ein denkendes Lebewesen behandelt wird. Hilft der ehemaligen Borg-Drohne Seven of Nine, ihre Menschlichkeit wiederzufinden. So funktioniert Integration! Viele "Star Trek"-Fans finden Janeway zu verbissen, kalt, unnahbar. Aber welche Frau in einer Führungsposition musste sich das noch nicht anhören? Außerdem: Wie unnahbar und kalt kann eine Frau schon sein, deren Herz für Kaffee und Hundewelpen schlägt?

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