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"Omas sind toleranter als junge Menschen"

"Omas sind toleranter als junge Menschen"

Mit 66 Jahren ist lange noch nicht Schluss: Was Udo Jürgens, sein Stargast in Trier, besingt, lebt auch Frank Elstner (66). Er moderiert am Samstagabend zum fünften Mal die Live-Sendung "Verstehen Sie Spaß?" in der Arena Trier.

Trier. (BP) "Ich bin gerne in Trier", sagt Frank Elstner im TV-Interview. Seit gestern Abend weilt Elstner wieder an der Mosel, um sich auf die Sendung "Verstehen Sie Spaß?" vorzubereiten, die am Samstag ab 20.15 Uhr aus der Arena ausgestrahlt wird. Im Gespräch mit TV-Redakteur Björn Pazen betont Elstner, dass er noch lange nicht müde ist.

Bereits zum fünften Mal gastieren Sie mit "Verstehen Sie Spaß?" in Trier. Ist die Arena so etwas wie ihr Wohnzimmer?

Elstner: Ich bin sehr gerne in Trier. Ich habe 40 Jahre in Luxemburg gelebt, da ist man ja schnell in Trier. Meine Frau und meine Töchter haben in Trier studiert.

Sie sind seit über 40 Jahren im Showgeschäft. Wie motivieren Sie sich immer wieder aufs Neue?

Elstner: Indem man als junger Mensch einen Beruf ergreift, der einem auch nach so langer Zeit Spaß macht. Dann kann man das ewig machen.

Das Konzept von "Verstehen Sie Spaß?" ist seit vielen Jahren ähnlich. Wollen Sie nichts ändern?

Elstner: Wenn man so lange im Geschäft ist, kann man es sich auch herausnehmen, das zu machen, was einem Spaß macht. Und "Verstehen Sie Spaß?" macht mir Spaß. Und ich habe dann Spaß, wenn ich gute Einspielfilme habe. Ich bin Moderator, aber bei den Filmen auch Zuschauer. Ich versetze mich in den Zuschauer hinein und überlege, ob ihm das gefällt, was ich gerade sehe - und mehrheitlich gefällt mir das auch.

Können Sie schon etwas zu den Filmen mit versteckter Kamera sagen, die am Samstag gezeigt werden?

Elstner: Nur so viel: Es sind einige richtig gute Sachen dabei. Daneben ist das Showprogramm etwas Besonderes. Auf Tenor Paul Potts freue ich mich sehr, dessen Lebensgeschichte ist einfach genial, er hat sich einen Traum erfüllt, wie ihn Millionen Menschen träumen.

Gehen Ihnen nicht irgendwann die Ideen für die Filme aus?

Elstner: Wir haben ein großes Team, das diese Arbeit seit zehn bis zwölf Jahren macht, da gibt es einen ständigen kreativen Austausch. Natürlich schauen wir uns ähnliche Sendungen auch in den USA oder Japan an und übernehmen Sketche.

Ist es nicht schwer, beim Showprogramm eine Balance für die ganze Familie zu finden?

Elstner: Ja, das müssen wir, wobei Omas viel toleranter sind als junge Menschen, die immer nur Musik aus den Charts wollen. Am Samstag haben wir mit Udo Jürgens einen Star, der alle Altersgruppen begeistert. Daneben sind die chinesischen Akrobaten eine Zugnummer.

Wie wichtig sind die Zuschauer in der jeweiligen Halle für die Fernsehsendung?

Elstner: 2007 haben die Zuschauer in Trier noch lange nach Ende der Sendung applaudiert, das ist eher unüblich. Ich denke, wir haben eine gute Bindung zum Publikum, was sich auch daran zeigt, dass die Sendung schnell ausverkauft war.

Sie sind ja nicht nur Moderator, sondern produzieren auch Fernseh-Sendungen. Was macht Ihnen mehr Spaß?

Elstner: Das hält sich seit 25 Jahren die Waage, beides ist für mich gleich wichtig.

Sie sind der Erfinder von "Wetten, dass?". Würden Sie die Sendung gerne noch einmal moderieren?

Elstner (lacht): Wenn die 500. Folge gedreht wird und ich noch am Leben bin, könnte ich mir vorstellen, dass Thomas Gottschalk die erste Hälfte übernimmt und ich die zweite.

Extra

Gäste von "Verstehen Sie Spaß?" am Samstag in der Arena (live ab 20.15 Uhr in der ARD) sind der britische Tenor Paul Potts (bekannt aus der Telekom-Werbung), Udo Jürgens, die Kastelruther Spatzen und die chinesische Akrobaten-Tanzgruppe "Guangdong Acrobatic Troupe of China". Wie immer werden Prominente und Nicht-Prominente mit versteckter Kamera hinters Licht geführt, und es gibt die Vorauswahl zum "Witzbold des Jahres". (BP)