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Optimistisch mit dem "Lobgesang" ins neue Jahr

Optimistisch mit dem "Lobgesang" ins neue Jahr

Die Bach-Kantaten zum Jahreswechsel und die Kantaten von Felix Mendelssohn Bartholdy hat Joachim Reidenbach schon längst in den Silvesterkonzerten von St. Paulin dirigiert. Im aktuellen Konzert (31. Dezember, 19.45 Uhr) wagt sich der Trierer Regionalkantor an ein Hauptwerk des Romantikers: den "Lobgesang"

Trier. (mö) Sage mal jemand, den Silvester würden die meisten nur mit Sekt und Schnittchen verbringen. Die Konzerte zum Jahreswechsel, die der Trierer Regionalkantor Joachim Reidenbach seit 1993 veranstaltet, erfreuen sich eines regen Interesses. Auf das Programm des aktuellen Konzerts hat der Trierer Regionalkantor ein Hauptwerk eines Romantikers gesetzt, dem ein anderer Romantiker bescheinigte, er sei der Mozart des 19. Jahrhunderts. Der "Lobgesang", den Felix Mendelssohn Bartholdy 1838 zum 400-Jahre-Jubiläum der Buchdruckerkunst schrieb, ist beides: eine groß angelegte Sinfonie und eine machtvolle, weltliche Kantate auf den Sieg einer religiös orientierten Aufklärung. Ein 40köpfiges Orchester, die Vokalsolisten Ursula Thies, Hildegard Baum und Marc Dostert und 75 Chorsängerinnen und -sänger wollen auf Mendelssohns optimistischen Tonfall eingestimmt werden. Ergänzt wird dieser Schwerpunkt durch den ersten Satz aus Alexandre Guilmants klangsatter, prachtvoller Sinfonie Nr. 2 für Orgel und Orchester. Außerdem spielt Solist Josef Still Bachs Concerto a-Moll nach Vivaldi, eines der eindrucksvollen Zeugnisse Bachscher Bearbeitungskunst. "Dass St. Paulin nicht zu den ganz großen Kirchen gehört, ist nur von Vorteil", sagt Reidenbach. Die Orgel sei akustisch gut integrierbar - zumal der Trierer Domorganist moderne Technik einsetze, um von der Orgelempore aus die Verbindung zum Ensemble im Chorraum zu halten.

Karten in den Musikhäusern Kessler und Reisser sowie in der Dom-Information in Trier.