Ort des Glaubens

TRIER. (red) Das Deutsche Liturgische Institut in Trier (DLI) verleiht am 31. Juli zum zweiten Mal den Balthasar-Fischer-Preis zur Förderung der liturgiewissenschaftlichen Forschung.

Die Jury unter Vorsitz des Trierer Liturgiewissenschaftlers Prof. Dr. Andreas Heinz sprach sich einstimmig dafür aus, den Preis an Dr. Olaf Richter zu verleihen aufgrund seiner Arbeit "Anamnesis - Mimesis - Epiklesis - Der Gottesdienst als Ort religiöser Bildung." Die Arbeit stellt den Gottesdienst als zentralen Bildungsort des christlichen Glaubens heraus und liefert einen evangelischen Beitrag zu einer ökumenischen Bildungstheorie des Gottesdienstes. Die Bildung des Glaubens gewinnt ihre Kraft aus der darstellenden Vergegenwärtigung der Heilsgeschichte (Anamnesis), aus der tätigen Teilhabe der Gläubigen (Mimesis) und aus dem performativ zugesprochenen Wirken des heiligen Geistes (Epiklesis). Olaf Richter, Jahrgang 1966, ist Pfarrer der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens. Der Preis wird im Rahmen der 5. Trierer Sommerakademie am Montag, 31. Juli, 19.15 Uhr, im Robert-Schuman-Haus verliehen. Er ist mit 3000 Euro dotiert. Die Stifter wissen sich dem Andenken Balthasar Fischers (1912-2001) verpflichtet, der wissenschaftlichen Anspruch, Sorge um die Pastoral des Gottesdienstes der katholischen Kirche und ökumenischen Impetus verbunden hat.