Streaming Die Oscar-Kandidaten - Wo die nominierten Filme zu sehen sind

Welcher Film wird mit den Preisen geehrt? Das werden wir zwar erst am 12. März erfahren, doch viele der Produktionen sind bereits auf Streamingportalen zu sehen.

 Felix Kammerer (r.) als Paul Bäumer, Albrecht Schuch (l.) als Stanislaus Katczinsky und Edin Hasanovic als Tjaden Stackfleet in „Im Westen nichts Neues“.

Felix Kammerer (r.) als Paul Bäumer, Albrecht Schuch (l.) als Stanislaus Katczinsky und Edin Hasanovic als Tjaden Stackfleet in „Im Westen nichts Neues“.

Foto: dpa/Reiner Bajo

Am 12. März soll im Dolby-Theatre in Los Angeles die 95. Oscar-Verleihung stattfinden. Wer die nominierten Filme auf der Leinwand verpasst hat, kann sich im Heimkino auf das Hollywood-Event einstimmen. Ein großer Teil der Favoriten ist bereits auf verschiedenen Streamingportalen abrufbar. Wir haben eine Auswahl zusammengestellt.

„Im Westen nichts Neues“ (Netflix)

Neun Nominierungen konnte das Kriegsdrama von Edward Berger einheimsen, darunter auch in der Kategorie „Bester Film“. Mehr hat ein deutscher Film bei den Oscars bisher noch nie erhalten. „Im Westen nichts Neues“ basiert auf der gleichnamigen Buchvorlage und spielt während des Ersten Weltkriegs. Der Film handelt von Paul Bäumer und seinen Mitschülern, die 1917 eingezogen werden und bald schon mit den Grausamkeiten auf dem Schlachtfeld konfrontiert werden.

„Top Gun: Maverick“ (Paramount+)

2022 erschien die lang erwartete Fortsetzung des 1986 erschienenen Actionfilms Top Gun mit Tom Cruise in der Hauptrolle. Darin wird er als Navy-Pilot Pete Mitchell an seine alte Elite-Flugschule „Top Gun“ versetzt, wo er junge Piloten ausbilden soll. Ihre Mission: die Zerstörung des schwer bewachten Nuklearprogramms eines Schurkenstaates aus der Luft. Der Film ist für sechs Oscars nominiert.

„Elvis“ (WOW)

Mit der Filmbiografie Elvis steht mal wieder ein Biopic eines Superstars in der Verlosung um einen Oscar. In den Hauptrollen sind Austin Butler in der Titelrolle und Tom Hanks als sein Manager „Colonel“ Tom Parker zu sehen. Beide sind für einen Oscar nominiert. Der Film erzählt den Aufstieg des „King of Rock ’n’ Roll“ bis hin zu den Konflikten mit Parker und seiner Beziehung zu Priscilla.

„Everything Everywhere All at Once“ (Apple TV)

Ganze elf Oscar-Nominierungen gab es für „Everything Everywhere All at Once“ von Dan Kwan und Daniel Scheinert. Das Fantasy-Abenteuer handelt von der Chinesin Evelyn (Michelle Yeoh), die plötzlich in ein Multiversum katapultiert wird. Dort erfährt sie, dass sie die Fähigkeiten ihres Selbst in den einzelnen Universen miteinander verbinden kann. Bald muss sie diese einsetzen, um das Multiversum vor einem Verbrecher zu bewahren.

„Blond“ (Netflix)

Die US-amerikanische Filmbiografie von Andrew Dominik erzählt die Geschichte der Hollywood-Ikone Marilyn Monroe. Diese wird von Ana de Armas verkörpert, die für ihre schauspielerische Leistung als „Beste Hauptdarstellerin“ nominiert wurde.

„Causeway“ (Apple TV)

In „Causeway“ nimmt sich Regisseurin Lila Neugebauer einem intensiven Filmdrama an. Darin geht es um die US-Soldatin Lindsay (Jennifer Lawrence), die nach einem Kampfeinsatz in Afghanistan eine schwere Gehirnverletzung davonträgt. Danach lernt sie James (Brian Tyree Henry) kennen, der nach einem Autounfall ein Bein und seine Verlobte verloren hat. Schnell merken die beiden, dass sie viele Gemeinsamkeiten haben und Lindsay muss sich fragen, ob sie in der Lage ist, Liebe zu geben und zu empfangen.

„Argentina, 1985“ (Amazon Prime Video)

Neben „Im Westen nichts Neues“ kann sich wohl der argentinische Film „Argentina, 1985“ die meisten Hoffnungen auf den Oscar in der Kategorie „Bester internationaler Film“ machen. Darin muss Julio Strassera (Ricardo Darín) und ein junges Team aus Anwälten den Prozess gegen die Generäle der argentinischen Militärdiktatur vorbereiten. Dabei müssen sie sich nicht nur gegen die Widrigkeiten im Prozess, sondern auch privaten Problemen stellen.

„Guillermo del Toros Pinocchio(­Netflix)

Die neue Adaption des Klassikers von Carlo Collodi ist in der Kategorie „Bester animierter Spielfilm“ nominiert. In dem Stop-Motion-Animationsfilm des Star-Regisseurs Guillermo del Toro werden die Abenteuer von Pinocchio in einem düsteren Stil nacherzählt.

„Glass Onion – A Knives Out of Mystery“ (Netflix)

Mit „Glass Onion – A Knives Out of Mystery“ schafft es eine weitere Netflix-Produktion auf die Liste der aktuellen Oscar-Nominierten. Der Kriminalfilm, in dem Daniel Craig die Hauptrolle des Benoit Blanc übernimmt, kann sich Hoffnungen auf eine Auszeichnung in der Kategorie „Bestes adaptiertes Drehbuch“ machen.

„Black Panther: Wakanda Forever“ (Disney+)

Das nächste Highlight des Marvel Cinematic Universe wurde fünfmal für die Oscars 2023 nominiert. Nach dem Tod von König T‘Challa (✝ Chadwick Boseman) kämpft das fiktive Land Wakanda gegen die Weltmächte, die sich an dem seltenen Mineral Vibranium bereichern.