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Projekt der Großregion: Bachs Matthäuspassion wird im Hochwald und in Luxemburg aufgeführt

Projekt der Großregion: Bachs Matthäuspassion wird im Hochwald und in Luxemburg aufgeführt

Ein Mammutprojekt zusammen mit deutschen, luxemburgischen und belgischen Mitstreitern: Chorleiter Martin Folz führt Johann Sebastian Bachs „Matthäuspassion“ um das Leiden und Sterben Christi wird in Hermeskeil und Ettelbrück auf.

Martin Folz ist begeistert und in Eile. Der Chorleiter freut sich über den "tollen Probenfortschritt", hat aber mit seinen deutschen, luxemburgischen und belgischen Mitstreitern ein wahres Mammutprojekt zu stemmen: Johann Sebastian Bachs "Matthäuspassion" um das Leiden und Sterben Christi steht auf dem Programm, ein Werk von monumentaler Dimension.

Zwei Chöre, ein Kinderchor, ein großes Orchester sowie Solisten stehen auf der Bühne. Der in der Großregion seit vielen Jahren bekannte Folz (gerade erst baut er den Kinderchor des Trierer Theaters auf) ist Chorleiter am mitveranstaltenden Luxemburger Konservatorium und hat das Projekt als ein wahrhaft europäisches initiiert: Er bringt neben dem Chor des Konservatoriums noch das Centre des Arts Pluriels, das Orchester-Ensemble de la Chapelle Saint-Marc, die Grenzgänger-Chorformation, das Vokalensemble cantoLX und die Solisten zusammen. Als Dirigent ist der Belgier Frank Agsterribbe aus Gent dabei, ein ausgemachter Kenner der Bach'schen Musik.

Dabei sollte man sich nicht von der Größe des Werkes abschrecken lassen. "In einer Zeit, wo Kirchenmusik immer weniger aktuell zu sein scheint, zeigen wir, dass diese Musik auch durchaus weltliche Qualitäten hat," betont Folz im Gespräch. "Es ist hochdramatisch, quasi eine geistliche Oper, die aber kein Bühnenbild braucht. Allein die von Bach vorgegebene Bühnen-Inszenierung, die Aufstellung der Chöre und Orchester, ist beeindruckend genug", sagt er. Die Choräle wechseln sich mit den Rezitativen und Arien der Solisten ab, die die Darstellung des eben Gehörten nochmals erklärten. Das sei sehr anregend, sagt der Chorleiter.

Besonders freuen darf sich das Publikum auf einen Ausnahme-Solisten: Der Luxemburger Jeff Mack singt im Altus, normalerweise eine Stimmlage, die den Damen vorbehalten ist. Durch eine Laune der Natur bleibt bei Sängern dieses Fachs der Stimmbruch aus (früher wurden die Partien von Kastraten gesungen) und durch viel Training bleibt ihnen die hohe Stimme erhalten. Das verspricht ein vor-österliches Fest für die Ohren und auch die Augen zu werden.

Die Aufführungen finden statt am Samstag, 25. März, ab 19.30 Uhr in der Martinuskirche in Hermeskeil und am Sonntag, 26. März, 16 Uhr, im Centre des Arts Pluriels in Ettelbrück (CAPE, Luxemburg). Karten gibt es im TV-Service-Center Trier, unter der TV-Tickethotline 0651/7199-996 sowie unter www.volksfreund.de/tickets