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Raumskulptur in der Johanneskirche

Raumskulptur in der Johanneskirche

Eine bunte Mischung Kunst ist ab 12. Januar in Saarbrücken zu sehen. Künstler aus den vier Quattropole-Städten zeigen dann im ganzen Stadtgebiet ihre Werke. Anlass der besonderen Ausstellung ist die Vergabe des Robert-Schuman-Preises.

Saarbrücken/Trier. Nur alle zwei Jahre wird der Robert-Schuman-Preis des Städtenetzwerks Quattropole vergeben. Mit dem Ausrichten der Feierlichkeiten wechseln sich die vier Quattropole-Städte ab. Dieses Mal ist die saarländische Landeshauptstadt Saarbrücken dran.
Die Saarbrücker Oberbürgermeisterin Charlotte Britz verleiht den Preis am Freitag, 29. November, 19 Uhr, in der Stadtgalerie. Gleichzeitig will sie dann auch eine außergewöhnliche Wettbewerbsausstellung eröffnen-
Bis 12. Januar werden die Werke der 16 beteiligten Künstler aus den Quattropole-Städten zu sehen sein. Aus Trier sind Sebastian Böhm (Malerei), Florian Luxenburger (Fotografie), Judith Spang (Installation) und Laurent Steinmayer (Graffiti) sowie aus Metz Lingjie Wang & Jingfang Hao (Video, Fotografie, Installation) in der Stadtgalerie vertreten.
Der Saarbrücker Künstler Mert Akbal (Video, Malerei) baut seine raumbezogene Installation in der Johanneskirche auf. In der Stadtgalerie sind weitere Saarbrücker Beiträge von Leslie Huppert (Multimedia und Malerei), Armin Rohr (Malerei) sowie das Projekt "Sounds like Paint" von Volker Sieben (Malerei) gemeinsam mit Martin Schmidt und Christof Thewes (Musik) zu sehen. Auch die Werke der Luxemburger Claire Barthelemy (Fotografie), Jeff Desom (Video), Misch Feinen (Fotografie, Skulptur) und Christian Frantzen (Malerei) werden in der Stadtgalerie ausgestellt. In der K4-Galerie zeigen die Metzer Künstler Guillaume Barborini (multimediale Installation), Anne-Sophie Trindade (Grafik, Installation) und Elodie Lanotte (Performance, Fotografie) ihre Werke.
Die Saarbrücker Kunsthistorikerin Ingeborg Besch hat die Ausstellung organisiert: "Die im Wettbewerb gezeigten Arbeiten bewegen sich durch alle Gattungen. Diese gute Mischung spiegelt die Tendenzen der aktuellen Kunst wider. Zugleich werden ganz im Sinne des Preises wahrhaftig Grenzen überschritten, indem die verwendeten Medien ineinander übergehen und überraschende Verbindungen eingehen."
Seit 1991 verleihen die Quattropole-Städte ihren mit 10 000 Euro dotierten Preis für zeitgenössische Kunst im Namen von Robert Schuman, französischer Politiker mit lothringisch-luxemburgischen Wurzeln.
Die Künstler werden von den Kuratoren aus Luxemburg, Metz, Saarbrücken und Trier ernannt - jede Stadt schickt vier ins Rennen. Den Preis vergibt eine Jury, besetzt mit jeweils zwei Mitgliedern aus jeder Stadt, die der für die Auswahl zuständige Kurator vorschlägt. red