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Reingehört Alin Coen Band: "Alles was ich hab - live"

Reingehört Alin Coen Band: "Alles was ich hab - live"

"Elfen-Pop, der unter die Haut geht", so nennt die Westdeutsche Allgemeine Zeitung die Musik der Alin Coen Band. Da ist was dran.

Die Stimme der Sängerin Alin Coen ist fantastisch, sie zieht den Zuhörer sofort in ihren Bann. Sie klingt zumeist zerbrechlich, ist äußerst gefühlvoll, hoch und warm, kann aber auch hin und wieder durchaus kraftvoll eingesetzt werden. Die Band legt jetzt mit "Alles was ich hab - live" erstmals ein Live-Album vor, wie es ihre vielen Fans schon lange gefordert haben. Es bringt auch tatsächlich größtenteils die "magische" Stimmung rüber, die bei Konzerten der seit 2007 bestehenden Band herrscht, deren Stil sich als eine Mixtur aus Jazz, Folk und Pop bezeichnen lässt. Die gelungene CD bietet mit 14 Liedern (Gesamtspielzeit fast eine Stunde) einen Querschnitt der Songs aller bisherigen Alben. Alin Coen, geboren 1982, ist in Hamburg zweisprachig aufgewachsen. Folglich singt sie ihre Lieder auf Deutsch und auch auf Englisch. Ihre Texte schreibt Alin selbst, die Lyrik ist wirklich hervorragend. Unterstützt wird die Sängerin/Songwriterin von Jan Frisch (Gitarre), Philipp Martin (Bass) und Fabian Stevens (Schlagzeug), die sie alle 2007 in Weimar bei ihrem Musikstudium kennengelernt hat, sowie dem Keyboarder Ali Krause. Die vier Mitmusiker glänzen mehrfach mit längeren jazzorientierten Instrumentalpassagen. Anspieltipps: Das zarte "Wolken" (6), das doch eher kraftvollere "Einer will immer mehr" (9) sowie das verspielte "Alles was ich hab" (12) oder "Das letzte Lied" mit wirklich gelungenen Versen. Überragend - mehr als ein Ersatz für den nächsten Live-Auftritt. Den gibt es hoffentlich trotzdem bald in der Trierer Tufa - man sollte ihn auf keinen Fall verpassen. Jörg Lehn Alin Coen Band: Alles was ich hab - live, Label Pflanz einen Baum 2016