Reingehört: Die neue LP von Kim Wilde

Musik : Noch ganz schön wild

Fast vierzig Jahre stand sie weltweit auf der Bühne: Jetzt legt die britische Pop-Ikone Kim Wilde ihr erstes Live-Album vor: „Aliens Live“. Seit dem Beginn ihrer Karriere 1981 bis heute hat sie weltweit rund 30 Millionen Tonträger verkauft.

Jetzt erscheint der neue gleichzeitig digital, auf knallgelben CDs und als limitierte Doppel-LP in neon-orangefarbenem Vinyl.

2018 veröffentlichte Wilde „Here Come The Aliens“, ihre 14. Studio-CD. Mit ihr im Gepäck ging die heute 58-Jährige auf große Europatournee. Jetzt gibt’s davon ein Doppelalbum mit 19 Titeln (Gesamtspielzeit rund 88 Minuten). Nicht nur für Fans der Achtziger ein Must-have! Zu finden sind die mit viel Energie dargebotenen Hits „Kids in America“, „View From A Bridge“, „Chequered Love“, „Cambodia“  oder „You Keep Me Hangin‘ On“. Daneben stehen Songs vom letztjährigen Longplayer, etwa die Hymne „Pop Don‘t Stop“, die Ballade „Solstice“ und der Hit „Kandy Krush“. Live präsentiert werden aber auch weniger bekannte Stücke wie „Words Fell Down“ von 1982. Produziert hat das Album Kims Bruder Ricky, der zudem auch die Gitarren spielt, dessen Tochter Scarlett singt die Backing Vocals. Weiter dabei sind Jonathan Atkinson am Schlagzeug, Emily Dolan-Davies, die außer als Drummerin auch als Percussionistin tätig ist, sowie der Bassist Paul „Coops“ Cooper, als zusätzlicher Gitarrist Neil Jones und schließlich Steve Power an den Keyboards.

Insgesamt ein gelungener Mix aus Pop und Rock – mit Einflüssen des Elektro    –, in dem nicht nur Wildes Glanzzeit der 80er, sondern auch die späteren Jahre Platz finden. Und bei Kim geht noch ganz schön die Post ab!                                                              Jörg Lehn

Kim Wilde: Aliens Live, earMusic/Edel 0214066EMU,             LC 36979, Hamburg 2019.

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