Richard-Wagner-Verband feiert 30. Geburtstag mit Konzertreihe

Richard-Wagner-Verband feiert 30. Geburtstag mit Konzertreihe

Der grenzübergreifende Richard-Wagner-Verband Trier-Luxemburg lädt 2017 zu seinem 30-jährigen Bestehen ein. Das erste der vier geplanten Konzerte am 28. Januar in der Philharmonie in Luxemburg widmet sich einem Werk von Claude Debussy.

Luxemburg/Trier. Der Richard-Wagner-Verband Trier-Luxemburg setzt sich seit 30 Jahren grenzübergreifend für die kulturelle Pflege des Wagner-Erbes ein. Im Jubiläumsjahr 2017 stehen nun über das Jahr verteilt vier Konzerte an, die den interkulturellen Gedanken aufgreifen und sich mit dem Thema "Richard Wagner und der Wagnéris-me in Frankreich" auseinandersetzen. Sie sollen an ein besonderes Kapitel im deutsch-französischen Kulturaustausch erinnern.
Austausch über Grenzen hinweg


Den Anfang macht ein Festkonzert in der Philharmonie Luxemburg am Samstag, 28. Januar, 20 Uhr (Einführungsvortrag um 19.15 Uhr im Kammermusiksaal). Darin wird Claude Debussys selten aufgeführtem "Le Martyre de Saint Sébastien" ein Ausschnitt aus dem Ersten Akt von Richard Wagners "Parsifal" gegenübergestellt. Debussy hat den Parsifal sehr bewundert. Sein "Martyre" auf einen Text des italienischen Dichters Gabriele d'Annunzio ist zwar als Ganzes kein Werk des Wagnérisme, sondern vereinigt vielfältige Stilelemente aus mehreren Jahrhunderten europäischer Musikgeschichte. Dennoch sind die Spuren Wagners auch hier noch zu erkennen, was die Besucher der Pariser Uraufführung von 1911 dazu veranlasste, das Werk als "Debussys Parsifal" zu bezeichnen.
Musiker aus mehreren Ländern


Der europäische Gedanke zeigt sich in dem Luxemburger Konzert auch auf der Ebene der Ausführenden: In einer luxemburgisch-saarländisch-rheinlandpfälzischen Kooperation vereinigt die Aufführung Mitwirkende aus Esch-sur-Alzette (Uelzécht-Chorale), Trier (Konzertchor) und Saarbrücken (Saarländisches Staatsorchester).
Mitwirkende sind das Saarländische Staatsorchester unter Leitung von Jochen Schaaf aus Trier, der Trierer Konzertchor, der Uelzécht-Chorale aus Esch-sur-Alzette sowie als Solisten: Iris Kupke, Katrin Lena Heles, Marion Eckstein, Raimund Nolte und Thorsten Grümbel. Im Vorfeld des Konzertes wird Professor Dr. Wolfgang Grandjean aus Trier einen Einführungsvortrag halten und darin die beiden Werke und die Besonderheit des Wagnéris-me in Frankreich erläutern. red

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