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Saarburger Gymnasiasten zwischen Wasser und Strom bei den SWT

Saarburger Gymnasiasten zwischen Wasser und Strom bei den SWT

Der Weg des Wassers und des Stroms, so lässt sich die Betriebserkundung der Klasse 9c des Gymnasiums Saarburg bei den Stadtwerken Trier (SWT) überschreiben. Die Buskosten wurden vom EduNet-Projekt der EU und des Kreises übernommen.

Saarburg. Zunächst fuhren wir nach Föhren, dort befindet sich das größte Solarkraftwerk der SWT: 112 000 Solarmodule auf einer Fläche der Größe von gut 40 Fußballfeldern, welche jährlich genug Strom für etwa 2500 Haushalte produzieren. "Das ist genug Strom, um täglich 2000 Föhne zu betätigen, also ganz schön heiß", erklärte uns Herr Willmes, Ingenieur bei den Stadtwerken Trier und selbst Vater einer Schülerin unserer Schule; er hatte den Tag für uns organisiert und begleitete uns die ganze Zeit.
Bei der Besichtigung des Solarwerks fielen uns besonders die Schafe auf, die zwischen den Modulen grasen, als biologische Rasenmäher, sehr praktisch! Die zweite Station der Exkursion war das Wasserwerk in Trier-Irsch. Pro Jahr werden von hier sechs Millionen Kubikmeter Trinkwasser an die Haushalte verteilt. Damit liegt die Leistung über der des zweiten Wasserwerks der SWT im Kylltal. Dort erklärte Herr Bauer der Klasse anhand eines Modells der Riveris-Talsperre den langen Weg, den das Wasser bis zu den einzelnen Haushalten zurücklegen muss.
Das Wasser fließt durch eine Turbine zum Wasserwerk. In einzelnen Becken wird es zunächst grob filtriert, anschließend reinigt eine Anlage das Wasser so gut, dass es zu Trinkwasser wird. Damit das Wasser auch dauerhaft seine Qualität erhält, wird es mit einigen Zusätzen aufgebessert und mit UV-Licht bestrahlt. Die im Kraftwerk gewonnene Energie wird für den Strombedarf des Wasserwerks genutzt.
Letzte Station war der Energietunnel, 260 Meter lang und vier bis sechs Meter tief unter der Mosel in Trier. Er ermöglicht die Durchleitung verschiedener Versorgungsleitungen. Die eigentliche Funktion dieser bananenförmigen Konstruktion ist jedoch der direkte Zugang zu den freiliegenden Strom-, Wasser- und Gasleitungen im Falle einer notwendigen Reparatur. Nachdem wir den Tunnel passiert hatten, wurden wir auf der anderen Moselseite vom Bus abgeholt und fuhren zurück zur Schule. Am Ende des Tages hatte die Klasse nicht nur einen Einblick in die Aufgaben der Stadtwerke erhalten, sondern auch mehrere Berufsmöglichkeiten kennengelernt.
Judith Mein, Hannah Remmel und Maribel Pütz, Klasse 9c, Gymnasium Saarburg