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Schaufenster des jungen Jazz

Schaufenster des jungen Jazz

Einen vielfältigen Einblick in das Können junger Jazzmusiker aus der Großregion vermittelte das neunte Newcomer Jazzfest des Jazzclub EuroCore in der Tufa Trier. Drei Formationen aus Echternach, Metz und Saarbrücken und ein Solist aus Trier präsentierten klassischen bis experimentellen Jazz.

Trier. (ae) Jazznachwuchs aus der Jazz- und Rockschool Trier, der École de Musique d'Échternach, dem Conservatoire de Musique de Metz und der Hochschule für Musik Saar hat sich beim Newcomer Jazzfest des Jazzclub EuroCore präsentiert. Für die Musiker war es eine Gelegenheit, Bühnenerfahrung zu sammeln, sich Veranstaltern bekanntzumachen und auszutauschen.

Für das Publikum war es ein Konzertabend, der vielfältigen Musikgenuss und erstaunliche Eindrücke vom Können schon sehr junger Musiker lieferte. Den Auftakt machte Pianist Markus Roser aus Trier, Schüler von Ben Heit, mit einer flüssigen, klassisch inspirierten und swingenden Neu-Interpretation von "Lullaby of Birdland". Mit berühmten Jazzstandards wie "Cantaloupe Island" oder "Summertime", arrangiert für Gesang (Max Lamesch), Gitarre (Joshi Gottlieb), Vibraphon (André Weis), Kontrabass (Tanja Silcher) und Schlagzeug (Jonathan Levy), beeindruckte dann die von Marc Demuth betreute Jazzcombo d'Échternach. Für Überraschung sorgte vor allem die Souveränität des erst zwölfjährigen Drummers. Standards der Bebop-Ära auf sehr professionellem Niveau lieferte das von Dozent Damien Prud'Homme aus Metz entsandte C2R Jazz Quartett. Julien Hornberger (Trompete), Anthony Hocquard (Gitarre), Ken Chikaoui (Bass) und Nicolas Fox (Schlagzeug) vermittelten in ihrem der Tradition Dizzy Gillespies verpflichteten Spiel beschwingte Leichtigkeit.

Schluss mit behaglichem Eingrooven machte zum abschließenden Höhepunkt die von Georg Ruby betreute Formation "Krassport" aus Saarbrücken. Manuel Krass, Pianist, Komponist und Arrangeur, Johannes Schmitz (Gitarre) und Daniel Weber (Schlagzeug) mischten den Saal mit bis zur Unkenntlichkeit rekomponierten Stücken von Thelonious Monk, Eddie Harris oder Bernie Miller auf. Viel begeisterten Applaus gab es für ihre erfrischenden und mutigen Sound experimente, die ein Licht auf das Kreativitätspotenzial der Region warfen.