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Stadtlesen
Ein Bayer auf dem Domfreihof

Schauspieler Günther Maria Halmer ist der Star bei dem Festival StadtLesen.
Schauspieler Günther Maria Halmer ist der Star bei dem Festival StadtLesen. FOTO: TV / Veranstalter
Trier. Schauspieler Günther Maria Halmer eröffnet am Donnerstag, 7. Juni, als prominenter Vorleser das Festival StadtLesen in Trier.

(BP) Das Geheimnis ist gelüftet: der Schauspieler Günther Maria Halmer tritt in die Fußstapfen von Andrea Sawatzki, Benno Fürmann, Wladimir Kaminer und Rufus Beck. Der gebürtige Rosenheimer, der auf den großen Theaterbühnen ebenso zu Hause ist wie in Filmen, wird am Donnerstag, 7. Juni, das viertägige Festival StadtLesen auf dem Trierer Domfreihof eröffnen. Ab 19 Uhr wird Halmer in seiner Lesung „Ein Mensch …“ aus Geschichten von Ephraim Kishon und Gedichte von Eugen Roth vorlesen.

Günther Maria Halmer wurde 1943 in Rosenheim geboren und besuchte ab 1967 die Otto-Falckenberg-Schule für Schauspiel in München. Bereits während der Ausbildung gab er sein Debüt an den Kammerspielen und am Bayerischen Staatsschauspiel in München. 1969 – 74 folgte das erste Engagement bei den Münchner Kammerspielen. 1974 spielte er die Rolle des „Tscharlie“ in der erfolgreichen Fernsehserie „Münchner Geschichten“ unter der Regie von Helmut Dietl.

In dem Vierteiler „Peter der Große“ spielte er 1986 neben Maximilian Schell, Omar Sharif und Laurence Olivier den russischen Außenminister Tolstoi. 1987 übernahm er in der italienisch-deutschen Koproduktion „Der Zug“ eine Rolle neben Ben Kingsley. 1988 startete das ZDF mit ihm die Justizserie „Anwalt Abel“ nach den Büchern von Fred Breinersdorfer. Bis heute war Günther Maria Halmer in über 100 Film- und Fernsehproduktionen zu sehen, unter anderem in „Herzschnitt“ (2012), „Alles Chefsache“ (2011), mehrfach in der ZDF-Serie „Traumschiff“ sowie in der „Tatort“-Produktion „Gestern war kein Tag“. Als Ensemblemitglied des Films „Die Konferenz“ wurde er 2005 mit dem Hessischen Fernsehpreis ausgezeichnet.

Neben seinen Filmproduktionen ging Halmer auch auf Theatertournee. 1982 bis 1983 war er mit dem Stück „Die Todesfalle“ in deutschen Theatern unterwegs. Zuletzt war er 2011/12 in der Komödie „TouTou“ von Daniel Besse und Agnès Tutenuit zu sehen. Seine Film- und Fernsehkarriere setzte Günther Maria Halmer aktuell mit den Filmen „Wir lieben das Leben“, „Familienfest“ (Deutscher Fernsehpreis 2017) und „Sommerhäuser“ fort. Im April 2017 erschien zudem seine Biografie „Fliegen kann jeder“.

Vor Halmers Lesung am Donnerstagabend (7. Juni) darf der Sieger des Volksfreund-Literaturwettbewerbs seine Siegergeschichte präsentieren. Der 8. Juni gehört vormittags den Schulen mit ihrem Integrations-Vorlesetag.

Neu in diesem Jahr ist eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Bistum Trier am Freitagabend sowie – natürlich – das Thema Karl Marx in einer szenischen Präsentation am Samstagnachmittag. Der Familienlesetag am Sonntag, 10. Juni (mit 3000 weiteren Büchern für Kinder, Jugendliche und Familien) rundet die Veranstaltung ab.