Schön gestaltet und bestens gearbeitet

Nicht nur wer ein Geschenk braucht wird hier fündig. Schön, gut und erschwinglich präsentiert sich die Weihnachtsausstellung der Gruppe "Werkform" der Handwerkskammer Trier.

Trier. "Wir wollen Sensibilität für gute Dinge schaffen", sagt Anne Hein. Die Gewinnerin des Staatspreises für das Kunsthandwerk 2007 (der TV berichtete) ist Gründungsmitglied der Kunsthandwerker-Initiative "Werkform". Derzeit präsentiert die Gruppe ihre Weihnachtsausstellung in der Europäischen Kunstakademie Trier. "Der Begriff Kunsthandwerk ist nicht geschützt", bedauert die Glasmeisterin aus Mehring. Weshalb jede Menge Billigprodukte auf dem Markt seien. Aufklärung tue Not, erklärt Heins Kollegin Birgit Maringer. "Wir wollen mit unserer Weihnachtsaktion auf qualitätvolles professionelles Kunsthandwerk aufmerksam machen", betont die Goldschmiedin vom "Schmuckwerk 99". Qualitätvoll gestaltet ist in dem weißen Akademie-Raum alles. Die reizvolle Industriearchitektur scheint wie geschaffen für die geschmackvollen und sorgfältig gearbeiteten Stücke, die in schönen Vitrinen und Ausstellungsmöbeln gezeigt werden. Selbst der originelle "Katalog", der einer Musterkollektion gleicht, ist fotografisch und typographisch so gut, dass er zum Wegwerfen zu schade ist."Handwerklich und formal muss eben alles stimmen", bestätigt Maringer. Was in der Halle gezeigt wird, macht Freude und ist gebrauchstauglich nicht nur zur Weihnachtszeit: die interessante Krakelee Keramik von Elke Gerber-Eckert (Trier), die edlen Möbel von Hagen Drangmeister (Wiltingen), die farbenfrohen Filz- und Seidenteile der Textilwerkstatt Beate Lambrecht (Mehren). Extravagante Objekte der Metallgestaltung von Hartig (Osann-Monzel) fallen ebenso ins Auge wie der fein und fantasievoll gearbeitete Schmuck von Birgit Maringer oder ihres Kollegen Simon Christoffel aus Christoffel`s Goldschmiede (beide Trier). Zum Trio hat sich die Glaskunst zusammengefunden mit den feinsinnigen Objekten von Norbert Kölzer und Hedwig Schon (beide Glaskunst Binsfeld) und den meisterlichen Arbeiten von Anne Hein /Anthana. Und weil der Übergang von Kunst und Kunsthandwerk bisweilen fließend ist, wird die Runde beschlossen mit Gabriele Drangmeisters Holzskulpturen, die an Holzkünstler Stephan Balkenhol erinnern. Übrigens: "Was wir hier zeigen, bleibt alles erschwinglich", darauf legen Maringer und ihre Kollegen großen Wert.Die Ausstellung ist zu sehen bis 16. Dezember, Montag bis Freitag, 14 bis 19 Uhr, Samstag und Sonntag 11 bis 19 Uhr, Europäische Kunstakademie, Aachener Straße, Eingang Rückseite, neben der Kunsthalle. www.werkform-trier.de

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