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Schürzenjäger kommen

Schürzenjäger kommen

TRIER. (red) Die Schürzenjäger sind ein Phänomen. In über 30 Jahren ihrer Karriere hat die Formation um Bandchef Peter Steinlechner Gold- und Platinauszeichnungen gesammelt wie kaum eine zweite deutschsprachige Band.

In Trier sind sie am Samstag, 17. März, in der Europahalle zu Gast. "Lust auf mehr" heißt das neue Schürzenjäger Album. Doch es wird wohl das letzte Konzert der beliebten Kombo in Trier sein, denn der Auftritt ist Bestandteil einer großen Abschiedstournee. Die Schürzenjäger, früher Zillertaler Schürzenjäger, wurden 1973 gegründet und sind eine der kommerziell erfolgreichsten Musikgruppen Österreichs. Sie gingen aus der Anpassung der regionalen Tanzmusiker an die geänderten Bedingungen der Medienkultur hervor. Die Schürzenjäger entwickelten sich im Lauf der Zeit von Interpreten traditioneller Musik mit modernem Instrumentarium zu einer Band, deren Repertoire vom volkstümlichen Schlager über Pop bis zum Rock reicht. Ihre ersten großen Hits hatten sie 1987 mit "Sierra Madre" und der 1992 auf dem Album "Zillertaler Schürzenjäger 92" veröffentlichten "Zillertaler Hochzeitsmarsch" genannten Interpretation einer traditionellen Volkstanzmelodie. Mit ihrem kommerziell erfolgreichen Weg wurden die Schürzenjäger in Österreich zum Inbegriff der Spaltung zwischen der so genannten Volksmusik-Pflege und der volkstümlichen Musik. Der Erfolg des "Zillertaler Hochzeitsmarsches" wurde von der Volksmusik-Pflege als Missbrauch kulturellen Erbes gesehen, nicht als Erfolg regionaler traditioneller Musik.