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Seltener Besuch eines haitianischen Autors in Trier. Doch das hat seine Gründe.

Lyrik : Lesung: Warum ein preisgekrönter Autor aus Haiti zu Gast in Trier sein wird

Der haitianisch-kanadische Lyriker Rodney Saint-Éloi wird am Mittwoch, 18. Mai, um 19 Uhr in der Volkshochschule Trier aus seinem zweisprachigen Gedichtband „Ich wohne auf der Autobahn der Träume/J'habite l'autoroute des songes“ lesen.

() Es ist das erste Mal, dass der Autor Deutschland besucht, und so wird er neben Trier auch Bonn und Berlin besuchen. Dass er Trier ausgewählt hat, kommt nicht von ungefähr. Schließlich ist sein Verleger Peter Trier vom auf haitianische Literatur spezialisierten Verlag „Litradukt“ in Trier hier ansässig.

Der kleine Spezialverlag hatte vor vier Jahren für Aufsehen in der Literaturwelt gesorgt. Als Übersetzer der Werke von Maryse Condé von der Karibikinsel Guadeloupe rückte auch Peter Trier in das Licht der Öffentlichkeit, als Condé 2028 den Alternativen Literaturnobelpreis erhielt.

Rodney Saint-Éloi wurde 2021 mit dem Literaturpreis Charles Biddle ausgezeichnet, 2015 in die kanadische Literaturakademie aufgenommen und 2019 zum Ritter der Künste und Literatur von Québec ernannt. Der 59-Jährige ist Dichter, Essayist und selber Verleger.

Neben Litradukt und Volkshochschule als Veranstalter tritt auch das America-Romana-Centrum der Universität Trier als Unterstützer der Lesung Saint-Élois auf.

Die Lesung erfolgt in deutscher und französischer Sprache, der Eintritt ist frei.