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Sex on stage: Luxemburg: So war das Konzert von Royal Republic

Das neue Album kommt : Royal Republic in der Rockhal: Das war „Sex on stage“, wie bei Rock am Ring versprochen (Fotos/Video)

Im Rockhal-Club ist es royal geworden und mit rund 500 Fans ziemlich intim. Die Zuschauer konnten so die Rockband Royal Republic hautnah erleben. Und die gingen nicht nur gern auf Tuchfühlung, sie ließen den Schweiß spritzen und gaben am Ende ein dickes Versprechen.

„Wir sind hier in Luxemburg, um alles zu tun, was Euch glücklich macht. Alles“, raunt Frontmann Adam Grahn ins Mikro. Bei den ersten Riffs des Songs schnellen die Arme in die Höhe, das Publikum macht Freudensprünge. Bei „Full Steam“ geht das nicht anders. Das ist Rock vom Feinsten – hart, schnell, mitreißend.

Diese Attribute beschreiben auch in etwa die Band Royal Republic, allerdings fehlen da noch die Attribute höchst sympathisch und sexy (Ja, das musste jetzt raus). Die Jungs mit der Pomade in der Haartolle, den schwarzen Lederjacken und den Perlenketten um den Hals spielen seit 2010 zusammen. Frontmann Adam Grahn, Hannes Irengard (Gitarre), Jonas Almén (Bass) und Per Andreasson (Schlagzeug) sind ein eingespieltes Team, das sichtbar ihren Heidenspaß auf der Bühne hat. Dabei hätten sie das am Anfang nicht gedacht, weil sie so gar nicht die rotzigen Rocker, sondern eher die netten Gentlemen waren, wie Grahn von der winzigen Zweitbühne auf der anderen Seite des Rockhal-Clubs verkündet.

Royal Republic geben Rockkonzert in der Rockhal in Luxemburg

Exklusiv: Rock am Ring 2022 - Interview mit Royal Republic

Von dort kommt eine besondere Einlage. „Boomerang“ und „Addictive“ performen sie nämlich speziell. Die Fans feiern, dass sie plötzlich aus dem Rockkonzert herauskatapultiert werden. Hinein in diese charmanten Akustik-Versionen im Countrystyle. Herrlich! Danach geht es mitten durchs Publikum schnurstracks wieder auf die Hauptbühne, wo Royal Republic es weiter krachen lassen mit „Kung-Fu“, „Underwear“ oder „Tommy G“. Grahn stellt sein Instrument vor: „Das ist meine Lieblingsgitarre. Sie hatte schon zwei Mal den Hals gebrochen.“

Pomade im Haar und Perlenketten: Fette Gitarrenriffs und Akustik-Überraschung

Die Vollblutmusiker quatschen sonst nicht viel. Das ist auch nicht nötig. Denn sie nehmen nicht nur die Bühne, sondern den ganzen Saal ein mit ihrem Charisma. Schon im Interview bei Rock am Ring hatten sie Sex on stage versprochen, und das ziehen sie durch. Jeder flirtet mit dem Publikum, zwinkert mit den Augen, posiert in Richtung der Zuschauer-Handys, auch eine gemeinsame Choreo der drei Gitarristen wird geboten. Und ganz nebenbei brennen Royal Republic die Bühne mit rockigen Gitarrenriffs oder elektronischen Elementen in der Musik ab. Auch tanzbarer Funk und Diskofeeling lassen die Fans tanzen und springen.

Überhaupt ist die Interaktion mit den Zuschauern fast hautnah. Das mag an der – man könnte es fast kuschelig nennen – intimen Atmosphäre im Rockhal-Club liegen, in dem angenehme 500 Fans sind. „Die Zeit vergeht wie im Flug, wenn man richtig Spaß hat“, damit hat Grahn Recht, denn plötzlich sind anderthalb Stunden vorbei. Doch Schluss ist noch lange nicht.

Royal Republic versprechen ein neues Album

Auch nicht, als sie „The End“ spielen. Richtig sympathisch und musikalisch ganz groß ist dann das Cover, das sie mit ihrer Vorband Ko Ko Mo performen. Dieses „Are you gonna go my way“ hätte Lenny Kravitz sicher gefallen. Warren Mutton (Schlagzeuger) und Kevin Grosmolard (Sänger) sind Ko Ko Mo aus Nantes, die den Spirit des 70er-Jahre-Rocks auf der Bühne zelebrieren.

Und dann geht alles viel zu schnell, auf der Bühne knutschen zwei Musiker. Und dann folgt schon das letzte Stück “Baby“. Sticks und Blättchen fliegen ins Publikum. „Bleibt sicher, bleibt cool und seid nett zueinander“, tönt Grahn.

Sex on stage: Luxemburg: So war das Konzert von Royal Republic
Foto: Mandy Radics

Und dann kam das Beste: Die Band macht ein Versprechen, dass die Fans bejubeln. Nach Ende der Tour und der Rückreise nach Schweden werden sie ein neues Album machen. „Und dann kommen wir wieder nach Luxemburg.“ Verschwitzt und zufrieden gehen 500 Fans nach Hause.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Royal Republic und Ko Ko Mo in der Rockhal Luxemburg