Sing a Song: Zwei vielseitige Frauen im Finale

Dritte Vorrunde : Sing a Song: Zwei vielseitige Frauen im Finale

Beim Wettbewerb „Sing a Song“ ist die dritte Vorentscheidung gefallen: Coremy und Petra Sigmund sichern sich in Schweich die beiden letzten Finalplätze.

Prinzessin? „Der Prinz geht mir voll auf den Sack.“ Astronaut? „Das Outfit lässt mich fett aussehn.“ Gar nicht so einfach war es für Coremy, den richtigen Beruf zu finden. Dann eben: Songwriter. Zwar heißt es in dem Lied weiter: „Das ganze Internet wird morgen drüber lachen, wie ich mich zum Affen mache“, doch diese Befürchtung ist unbegründet. Gelacht hat am Samstag zwar auch das Publikum beim letzten Vorentscheid zum Liedermacherwettbewerb „Sing a Song“ in der Synagoge Schweich, aber nur über die humorvollen Texte mit viel Wortwitz.
Zum Beispiel über Frauen, die zueinander passen wie „Adam und Ebola, Barbie und Kennwörter, ein Herz und eine Seekuh“. Und ihr Handwerk beherrscht die 19-Jährige: Sie begleitet sich selbst mit Klavier und Gitarre. Das macht Lust auf mehr als nur 15 Minuten – und zumindest bekommt Coremy einen weiteren Auftritt: beim Finale.

Für die Jury war es wahrlich keine leichte Entscheidung, die beiden Finalplätze zu vergeben, denn auch die anderen Kandidaten hatten in all ihrer Unterschiedlichkeit viel Unterhaltsames zu bieten.

Ebenfalls ins Finale geschafft hat es das Duo Acoustic Spirit. Dahinter verbirgt sich die Liedermacherin Petra Sigmund, begleitet von Ralf Neukirch an der E-Gitarre. Die Nordeifelerin ist schon länger als Musikerin aktiv, als Coremy alt ist, und ebenso lange mit ihrer Frau zusammen, der sie das Lied „Liebe meines Lebens“ gewidmet hat. In „Dieser eine Moment“ singt sie über den Tod eines Freundes, mit „Machtmensch“ hat sie erstmals ein politisches Lied geschrieben – Ähnlichkeiten des Besungenen mit dem US-Präsidenten sind dabei mehr als nur zufällig. Mit dieser Vielseitigkeit der Themen und der jeweils angemessenen Umsetzung hat Petra Sigmund die Jury ebenfalls überzeugt.

Bleibt noch ein Blick auf die Ausgeschiedenen: Alleine dafür, dass eine gebürtige Kanadierin ein Liebeslied auf die Vulkaneifel singt, hätte die Deutsch- und Englischlehrerin Anita Basten das Weiterkommen verdient. Judith Friedrich und Sylvia Jungen, sonst mit ihrer Trommelgruppe Samba Sistas unterwegs, verbreiteten als Duo No Cover sowohl Heimweh mit „My Home“ als auch Fernweh mit „Urlaub“. Maria Vicente und Ekaterina Dokshina alias Duo Belki stellten ihr ambitioniertes Musicalprojekt „Darts“ vor, und Philipp Dewald bewies, dass er sich seit seinem ersten Auftritt vor zwei Jahren beachtlich weiterentwickelt hat. So war es insgesamt ein abwechslungsreicher und gelungener Abend.

Coremy alias Franziska Gabriel. Foto: Daniel John

Das Finale beginnt am Samstag, 15. Juni, um 20 Uhr in der Trierer Tuchfabrik. Der Eintritt ist frei.

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