Sommerheckmeck startet rockig

Sommerheckmeck startet rockig

Erst war es die Ziege, dann die Hexe, vor zwei Jahren der Drache und nun ist es das Gespenst: Das diesjährige Sommerheckmeck steht ganz im Zeichen des Spuks und präsentiert bis zum 20. Juli zahlreiche Veranstaltungen, welche die jungen Zuschauern das Gruseln lehren sollen. Auftakt des Kulturfestivals war der Auftritt der Band Radau im Park des Hauses Beda.

Bitburg. Am Eintritt kann es nicht liegen, denn der ist umsonst. Genauso wenig wie am Veranstaltungsort, denn der ist ideal. Und auch nicht am Wetter, denn das ist perfekt. Und trotzdem sind es gerade mal 100 Besucher, die zum Auftakt des Sommerheckmecks nach Bitburg in die Parkanlage hinter dem Haus Beda kommen. Den beiden Organisatorinnen Teneka Beckers und Eva Gräfin von Westerholt, die bereits zum vierten Mal das Kinder- und Jugendfestival veranstalten, sieht man die Enttäuschung an.
Trotzdem machen alle Beteiligten das Beste daraus. Teneka Beckers trägt ihr rotes T-Shirt, auf dem "Radau-Schwester" steht. Und die Band, von der sie das Shirt vor einigen Jahren bekommen hat, macht Radau.
Dass vor der Bühne weniger Publikum ist als erwartet, merkt man den vier Musikern der Band aus Hamburg nicht an. Bei einem bekannten Radiosender würde man so etwas ein Hautnah-Konzert nennen. Arne Gedigk (Gesang, Gitarre und Akkordeon), Christian Herzog (Gitarre und Gesang), Oliver Bergmann (Bass und Gesang) und Olle Wolski (Schlagzeug und Gesang) spielen mit einer Leidenschaft, als würden sie nicht in einer Parkanlage, sondern 50 Kilometer nordöstlich auf der Hauptbühne von Rock am Ring stehen. Nur dass das Publikum deutlich jünger ist. Und mehr Platz hat. Dieser Platz wird auch benötigt. Allerdings erst zum Schluss, wenn während der zweiten Zugabe die Wiese der Parkanlage zur Tanzfläche wird. Zunächst jedoch spielt sich der überwiegende Teil des Konzerts auf und vor der Bühne ab. Dort singen die Radaubrüder von ihrem Wunsch nach einer Zahnspange, von fliegenden Dingen, von Piraten, einem traurigen Ritter und von der Feuerwehr.Einige Kinder verfolgen mit großen Augen und offenem Mund das Geschehen auf der Bühne. Andere kennen die vier Musiker bereits und singen mit. Schließlich sind die Männer, die zwischendurch auch mal mit Bademantel, Schnorchel, Blechhelm oder Schwimmärmchen auf der Bühne stehen, nicht zum ersten Mal in der Eifel. Bislang war Radau bei jedem Sommerheckmeck vertreten. Darum auch in diesem Jahr, wo sich bei dem in der Region Trier einmaligen Kulturfestival dieser Art diesmal alles um Gespenster, Geister und Spuk dreht. Wer Angst vor Gespenstern hat und diese vertreiben möchte, sollte Lärm machen. Oder noch besser: Radau.
Extra

Infos zum Sommerheckmeck mit ausführlichem Programm unter sommerheckmeck.de. Nächste Veranstaltung des Festivals ist eine Open-Air-Kinovorführung auf der Burg Dudeldorf am kommenden Freitag, 14. Juni, ab 22 Uhr. Gezeigt wird "Hui Buh - Das Schlossgespenst".

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