Stipendiaten gratulieren zum Geburtstag

Stipendiaten gratulieren zum Geburtstag

Nachwuchsförderung und das gemeinsame Erleben von Musik hat sich der Richard-Wagner-Verband auf seine Fahnen geschrieben. Den 25. Geburtstag feierten die Wagnerianer aus Trier und Luxemburg deshalb auch mit einem Stipendiatenkonzert in der Trierer Promotionsaula.

Trier. Seit 25 Jahren gibt es den Richard-Wagner-Verband (RWV) in Trier, vor zwei Jahren wurde er Richtung Luxemburg erweitert und arbeitet seitdem grenzüberschreitend. Für das große Geburtstagskonzert in der Trierer Promotionsaula wünschte sich Heinz Asshoff, seit 25 Jahren an der Verbandsspitze, dass es die Akzeptanz des Richard-Wagner-Verbandes diesseits und jenseits der Grenze weiter erhöhen möge. Eva Märtson, die Präsidentin des Internationalen Richard-Wagner-Verbandes, erinnerte an ein Zitat Napoleons: "Die Musik hat von allen Künsten den tiefsten Einfluss auf das Gemüt. Ein Gesetzgeber sollte sie deshalb am meisten unterstützen." Im deutschen Grundgesetz ist derlei Kulturförderung nicht verankert, beim Richard-Wagner-Verband und seinen etwa 300 Mitgliedern schon.
Stellvertretend für den erkrankten Kulturdezernenten Thomas Egger überbrachte der Stipendiat Tim Heisse dessen Glückwünsche. Aus einem Gedanken an eine Erfolgsgeschichte sei Realität geworden, und die Zusammenarbeit mit Luxemburg sei ein großer Gewinn, ließ Egger mitteilen.
Charmant und zum Beweis, dass Wagnerianer durchaus Spaß haben können und über eine ordentliche Portion Humor verfügen, moderierte Peter Larsen, Musikdramaturg am Trierer Theater, den ersten Teil des Programms als sympathisch sächselnder Richard Wagner.
Die Sopranistin Doroteya Doroteeva war eine der Stipendiatinnen, die sich für die Unterstützung des Verbandes bedankte. Die Aufführungen in Bayreuth zu sehen, sei ein ganz besonderes Erlebnis, ein Traum gewesen. Früher habe sie gedacht, dass die Bayreuther Solisten nur Wagner singen könnten, doch dies sei ganz und gar nicht der Fall.
So gab es auch an diesem Abend natürlich eine Menge Wagner, doch glänzten die Solisten ebenso mit Arien von Verdi, Mozart, Puccini, Lortzing und Gounod. Einen ganz besonderen Glanz, nicht nur durch ihr Äußeres, sondern auch durch ihre außergewöhnliche Ausstrahlung und ihre ausdrucksstarke Sopranstimme, versprühte Laura Nicorescu, eine Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbands Trier-Luxemburg 2012. Ein Stipendium erhielt auch die Mezzosopranistin Rosalinde Nierop. Sollte einer der 250 Zuhörer nicht als Wagner-Freund gekommen sein, gegangen ist er sicher als solcher, nachdem er Nierop als Erda oder Waltraute gehört hatte.
Ganz gleich, ob Nicorescu, Nierop, der Tenor Heiko Börner, der Bariton Richard Logiewa, die Bassisten Tim Heisse und Jongmin Lim, die der musikalische Leiter Jochen Schaaf wundervoll am Flügel begleitete, oder die luxemburgischen Blechbläser Max Asselborn, Steve Boehm und Patrick Wilhelm: Das musikalische Niveau dieses Geburtstagskonzertes war des RWV würdig. Heinz Asshoff schwärmte am Ende des Konzertes: "Die sind alle so ausgezeichnet, man sollte mit ihnen den Ring aufführen!"

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