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Swingend durch den Abend

Swingend durch den Abend

Glenn Miller lebt. Obschon vor fast 63 Jahren bei einem Flugzeugabsturz über dem Ärmelkanal unter nie vollständig geklärten Umständen ums Leben gekommen, ist die Musiker-Legende nach wie vor präsent. Das demonstrierte das Glenn Miller Orchestra am Donnerstagabend in der Europahalle Trier.

Trier. (gsb) Charakteristisch für den Swing-Stil der dreißiger Jahre waren große Orchester. Glenn Miller, Jahrgang 1904, amerikanischer Posaunist, Bandleader und Komponist, gründete 1938 seine eigene Band - und brach in den Folgejahren Besucherrekorde. Trotz Glenn Millers plötzlichen Todes dauert sein musikalisches Erbe bis heute an. Wil Salden, niederländischer Musiker und seit 1990 Leiter des Glenn Miller Orchestras für Europa, arrangiert die alten Stücke im typischen Glenn-Miller-Sound. In der Tat war die Authentizität, mit der das Glenn Miller Orchestra den Abend bestritt, frappierend. Weit über 3000 Konzerte hat das Ensemble in mehr als 20 Jahren vor mehr als 3,6 Millionen Zuschauern aufgeführt. In Trier blieben die Besucherzahlen hinter den Erwartungen zurück. "Schade", befand Irma Thomas aus Kell. "Vielleicht liegt es daran, dass erst vor kurzem James Last da war." So kam es, dass die Band nur vor etwa 200 Gästen aufspielte. "Moonlight Serenade" machte traditionell den Auf- und Schlusstakt. Dazwischen weniger bekannte Stücke, aber auch Mitreißer wie "Pennsylvania 6-5000".